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Mc Donald´s Kassierer – Das Wort zum Sonntag oder: Warum wir den Sonntagsbraten demnächst ohne unfreundliche Servicekräfte verspeisen müssen…

Es ist Spargelzeit und wenn man in einen Edeka-Markt der Simmel AG geht (nota bene: nicht der klassische Edeka-Markt, dort ist man selbstverständlich nach wie vor nicht am Kunden interessiert), wird man mit einem großen Spargelstand und einem Lächeln begrüßt (richtig gelesen: sie lächeln dort und ACHTUNG jetzt kommt´s: man wird gefragt, ob man etwas für den Kunden tun könne). Was für ein Einstieg in den Einkauf!

Gr0ßer Nachteil für den Konsumenten: Gut gelaunte Verkäuferinnen verkaufen das Doppelte bis Dreifache. Wenn man aber eine begeisterte Wurstverkäuferin hat, beklagt sich garantiert niemand über den etwas höheren Betrag. Die Simmel AG macht es täglich vor: Freundliche, gut gelaunte Verkäufer sowie liebevoll und professionell präsentierte Waren. Der einzige Nachteil: Die gut aussehenden Verkäuferinnen darf man leider nicht mitnehmen…

Will man wieder zurück in die Normalität, empfehlen wir die Lebensmittelabteilung der Galeria Kaufhof: Zugestellte Gänge, Verkäuferinnen, die sich eifrig untereinander unterhalten und Kassiererinnen, die den Kunden absolut perfekt ignorieren. Eine Beschwerdemail wird dann von der Assistentin der Geschäftsleitung mit einem Standard Wordformat beantwortet: „wir freuen uns, Sie bald wieder in der Galeria Kaufhof begrüßen zu dürfen… Nein, ihr dürft euch definitiv nicht freuen!  Und auch die dicke Verkäuferin im Nespresso Shop in Stuttgart wollen wir lieber nicht mehr sehen und bestellen deshalb lieber online.

Und dann liest man eine Meldung, dass Mc Donald´s tausende Kassierer abschaffen will und angesichts der auch dort empfangenen Unfreundlichkeiten fängt man an, das Management für die Entscheidung zu beglückwünschen . Zukünftig wird es dort also niemanden mehr geben, der am Tresen arbeitet und den Spot mit der freundlichen Verkäuferin nicht gesehen hat und die Werbemaßnahmen torpediert und somit erfolgreich das Image ruiniert (die Frage ist jetzt nur, wie Mc Donald es dann schafft, 70% der Kunden abzuschaffen und durch intelligentere auszutauschen, aber das ist nochmals ein anderes Thema…).

Vielleicht sollte auch die Autoindustrie über so etwas nachdenken, dann würde man es vielleicht sogar schaffen, in der Schwabengarage Autos zu kaufen, aber das ist nochmals eine vollkommen andere Geschichte…

Mind Store Marketing wünscht einen schönen Sonntag…

Sommerliches BatidaKirschTomatenSüppchen

Man nehme…

…reichlichst Suppengrün und setze es mit viel Wasser und einem Schuss Salz in einen riesengroßen Topf an und reduziere das Ganze zu einer kräftigen Gemüsebrühe.

Die fertige Brühe durch ein Sieb gießen und erneut zum kochen bringen. Geschälte Kartoffeln (zwecks der Bindung) und enthäutete Tomaten sowie zwei gr0ße Zweige Rosmarin dazu geben und weiter reduzieren.

Die Rosmarinzweige aus der Suppe nehmen (man will ja keinen Weihnachstbaumeffekt) , Tomatenmark und entsteinte Kirschen dazu geben und mit reichlich Kirschsirup abrunden. Zum Schluss noch ein wenig Butter dazugeben und ggf. salzen.

Mit dem Pürierstab zu einem cremigen Süppchen verquirlen und dann…

…Achtung jetzt kommt´s:  Batida de Coco in kleine Wasser- oder Saft-Gläser gießen (etwa ein Drittel) und dann die Kirschtomatensuppe über einen schräg gehaltenen Suppenlöffel  in das Glas laufen lassen, so dass sich die weiße und die rote Flüssigkeit nicht verbinden kann.

Frischen Pfeffer aus der Mühle drauf und fertig (keine Werbefigur auf die Suppe!)…

Was aber hat dieses Rezept mit Guerilla Marketing zu tun?

Ganz einfach: Wer phantasievolles Marketing erdenken will, kann dies bei kreativem Essen am besten. Natürlich hätte man die Begriffe wie Batida de Coco noch werbewirksam  verlinken können und auch zu für einen  Topfhersteller hätte man Werbung machen können…

Fazit: kreative Küche und kreatives Marketing passen extrem gut zusammen und deshalb…

…nein, das erzählen wir ein anders Mal…

Edeka (Fortsetzung)

Eigentlich unnötig zu erwähnen, dass sich jemand aus der  Simmel AG wegen unseres Beitrages in unserem Guerilla Marketing Blog meldet. Wir hatten aufgrund des perfekten Marketings mit einem Feedback gerechnet, dass sich aber der Vorstand persönlich die Zeit nimmt zu schreiben, zeigt, dass es tatsächlich noch Firmen gibt, die den Kunden ernst nehmen.

Es bleibt zu hoffen, dass die Bundesregierung keine weiteren Steuergelder an (Handels)Konzerne verschwendet, in denen unmotivierte Führungskräfte noch unmotiviertere Mitarbeiter am Kunden und am Markt vorbei führen.

Wir jedenfalls werden in unmotivierten Konzernen  sicherlich NICHT einkaufen, wir gehen dann lieber simmeln!

EDEKA: wir lügen Lebenmittel

“Wir lieben Lebenmittel” behauptet Edeka in zahlreichen Werbespots. Dort sieht man dann Verkäufer, die alles genau wissen und die sich total gut auskennen. Und das wichtigste: sie reden sogar mit den Kunden!

Wenn man in München oder Umgebung in einen beliebigen Edeka Markt geht, findet man allerdings ein komplett anderes Bild vor (WIR lieben Mystery Shopping)

1. Verkäufer reden nur mit anderen Verkäufern! (das allerdings extrem intensiv)

2. Verkäufer räumen Regale immer dann ein, wenn sie Kunden damit auch im Weg stehen. (Damit der Edeka-Kunde auch garantiert genervt wird, nehmen sie große Wägen, die sie in die Gänge stellen. Dann kann sie der Kunde nicht stören, wenn sie sich dahinter unterhalten.)

3.  Wenn man eine Frage hat, haben sie gelernt, sich schnell zu verstecken.

4.  Der geplagte Edeka-Verkäufer schafft es aufgrund der oben skizzierten Situation demzufolge nicht, die Frischetheke zu kontrollieren bzw. wirklich frisch zu halten. Die Werbung wird dadurch also nochmals Lügen gestraft.

Das bis hier geschilderte Szenario trifft natürlich nicht nur auf Edeka Märkte zu. Auch Banken und Sparkassen kennen dieses Problem: Millionenschwere in der schicken Konzernzentrale geplante TV Kampagnen werden in der Filiale durch Inkompetenz, Ignoranz und Unfreundlichkeit jäh in die Tonne getreten (von Starbucks, die dem Kunden dazu dann noch schlimme Begrifflichkeiten an den Kopf werfen, soll hier nicht weiter gesprochen werden)

Bevor jetzt der an dieser Stelle sonst gerne strapazierte Begriff der Servicewüste Deutschland zitiert wird, sei gesagt: Es geht auch anders!

Im Münchner Raum gibt es beispielsweise drei Märkte, die das Edeka Logo tragen, die allerdings professionell geführt werden. In Pullach, Unterhaching und München am Einsteinring findet man Edeka Märkte die zur Simmel AG gehören.

In diesen Edeka Märkten erschrickt man als Kunde jedesmal, weil man von perfekt gekleideten Verkäufern jedes Mal gegrüßt wird (ja, richtig gelesen: der Verkäufer dreht sich NICHT um und geht in die andere Richtung und er schaut NICHT auf den Fußboden, er sagt “hallo” oder Grüß Gott” und er ist richtig freundlich dabei”).

Wenn man eine Frage hat, wird man persönlich von einem Verkäufer zum Regal begleitet, in dem sich das gesuchte Produkt befindet (ja, nochmals richtig gelesen: es rennt niemand davon wie in anderen Edeka Märkten)

An der Fleisch-, Fisch- oder Käse-Theke bilden sich keine Endlos-Schlangen. Es gibt genügend kompetente Verkäufer, die mit Spaß an ihrer Arbeit gerne beraten. Für den Kunden total verwirrend: auch diese Verkäufer sind freundlich!

Am Ende des Einkaufs wird man (Achtung jetzt kommt´s!) gefragt, ob man alles gefunden hat und ob man zufrieden ist!

Für einen derartigen Service ist man dann auch gerne bereit, 20 Kilometer zu fahren. Allerdings: nach 2-3 Einkäufen in Märkten der Simmel AG ist man für den normalen Supermarkt (egal welcher Kette) total versaut!

Ich geh dann mal simmeln…



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