Schlagwort-Archiv: Echtzeitkommunikation

April, April, der macht, was er will…

Der gestrige Tag hat vier Dinge verdeutlicht: Wenn man schreibt, dass Peer Steinbrück zurückgetreten ist, verwundert das niemanden, denn ohne Sigmar Gabriel darf der Steinbrück ja schon lange nichts mehr alleine tun. Zuerst hatten alle gedacht, der Gabriel ist zurückgetreten, um dem Steinbrück wegen seiner vielen Aussagen besser in den Hintern treten zu können, dann aber hatte man in der Überschrift „Steinbrück“ und nicht „Gabriel“ gelesen und sich wieder dem Ostereiersuchen zugewandt.

Skeptisch sind die Besucher der Seite geworden, als sie lasen, dass die Bahn ab sofort pünktlich sein wird. Das konnte und wollte niemand glauben und so wurde die zweite Überschrift deutlich ins Reich der Aprilscherze geschickt..

Dritte Erkenntnis: Nach so vielen Feiertagen scharrten gestern ganz viele Manager mit den Hufen und hatten offensichtlich genug von der österlichen Familienidylle, die Besucherzahlen waren entsprechend hoch (drittbester Besucherwert des Monats und das trotz Feiertag).

Vierte Erkenntnis: Im Zeitalter der Echtzeitkommunikation gehören Aprilscherze zur Normalität. Postman´s „und jetzt“ hat auch den Aprilscherz erfasst. Egal, ob eine Nachricht wahr ist oder nicht, am nächsten Tag kommt eine neue in die Timelines. Und jetzt…?

Und jetzt schauen wir uns das nächste Thema für April und Mai an:

Copy & Paste im WIRRklichkeitsRAUM

oder: Warum wir ohne Design nicht mehr überleben können.

Untersucht wird, wann die Grenze zwischen „teilen“ und „klauen“ überschritten wird, gezeigt wird, dass klauen durchaus auch ein Stilmittel sein kann. Hierzu haben wir extra einen Film produziert (1x Inspiration und 3x geklaut), den wir im Rahmen der Audiovisual Media Days in München zeigen. Dort findet dann auch die Auflösung statt. Keine Auflösung, sondern Originale gibt es im Rahmen einer ganz speziellen Führung durch die Staatsgalerie Stuttgart (OP+POP)

Auflösung, wo wir geklaut haben dann wieder im Rahmen der Nürnberger Trendtage am 24.4. und auf Schloss Monrepos am 25.4.

Am 8. Mai wird sich ein bekannter Medienanwalt des Copy & Paste Themas annehmen, wir veranstalten in Düsseldorf in den Räumen seiner Kanzlei ein Event mit Vorträgen und Diskussion (Auflösung also auch hier).

Am 15. Mai geht es dann gemeinsam mit Google Automotive in den Räumen der Galerie Domberger für Führungskräfte der Automobilindustrie ebenfalls um das Thema Originale.

Der Frühling, falls er denn noch kommen sollte, wird spannend…

Copy & Paste im WIRRklichkeitsRAUM

oder: Warum wir ohne Design nicht mehr überleben können

(Ab Mai dann auch als eBook…)

Katja Riemann und die Waldorfisierungsprozesse

Es wurde mehrfach an anderer Stelle unterstrichen, dass politische Korrektheit die Gesellschaft nicht zwingend nach vorne bringt. Während man vor lauter Korrektheit nach Worten ringt, verliert man unnötig Lebenszeit.

Das Beispiel Katja Riemann vs. Hinnerk Baumgarten  verdeutlicht in perfektem Maße den täglichen Wahnsinn der Echtzeitkommunikation.

Auf der einen Seite eine sensible Künstlerin, die auf einen unvorbereiteten und weichgespülten Moderator ohne Fingerspitzengefühl trifft. Auf der Facebook Seite  des Magazins wetzen sich dann über 400 unautonome Angstgartenzwerge das Maul, man hat sie ja noch nie leiden können…

Das Beispiel Katja Riemann und der unsensible Moderator hätte eine verfilmte Case Study zu Watzlawicks „Anleitung zum Unglücklichsein“ sein können: Die Geschichte mit der Ober- und der Unterhälfte des Brötchens.

Katja Riemann war definitiv zu höflich und hätte nach fünf Minuten die Sendung verlassen sollen. PR wirksam wäre auch eine Ohrfeige oder ein Tritt in die Eier gewesen…

Auf der anderen Seite war der Moderator definitiv zu viel Weichei, um einen eleganten Abgang einzuläuten.

Am Ende dann viele unautonome Angstgartenzwerge und viel Rauch um nichts…

 

Wachstum durch Downsizing (4): Von rückwärtsgewandter Klientelpolitik zu zukunftsorientierter Leit-Politik

Die politische Situation wurde weiter oben bereits kurz angedeutet.  Für die weitere Diskussion werden zusätzlich noch folgende Punkte festgehalten:

1)
Wir werden regiert von Juristen und Vertretern des öffentlichen Dienstes. Im Raum steht somit die Frage, ob die Abgeordneten die Sorgen und Nöte des Volkes kennen bzw. sie verstehen.

2)
Damit der Volksvertreter das Volk besser verstehen kann, steigert er konsequent die Zahl der Staatssekretäre. In Griechenland war im Jahre 2010 jeder vierte Bürger im Staatsdienst  (mit bekannten Folgen). In Deutschland liegt die Zahl bei ca. 10% der Bevölkerung.

3)
Damit auch hierzulande griechische Verhältnisse einkehren können, folgen Politiker wie Rösler und Altmaier dem südländischen Vorbild und verschaffen ihren Parteifreunden sichere Pöstchen. Für meine guten Freunde…

Als Zwischenergebnis wird eine provokative These in den Raum gestellt: Wir werden verwaltet und nicht vertreten.  Hinzu kommt die schreckliche Vermutung, dass der direkte Blick des Politikers für das Volk verhangen wird durch Lobbyisten. Das muss nicht immer so dramatisch sein wie im Fall der Apotheken Lobby, in dem ein ganzes Ministerium ausgespäht wurde, es reicht auch, dass Lobbyplag aufzeigt, dass Politiker wenig eigene Meinung zu haben scheinen.

Und am Ende wundert sich dann eine Ministerin, wenn sie zum Jahresende den ersten Preis bekommt für ihre “rückwärtsgewandte Klientelpolitik“.  Der Naturschutzbund Deutschland ernannte Frau Aigner zum “Dinosaurier des Jahres” 2012” (die Themen Pferd und BIO Ei werden an dieser Stelle nicht vertieft).

Exkurs Echtzeitkommunikation: Jede Nachricht ist gealterte Echtzeit, der „Dinosaurier 2012“ ist also schnell vergessen, die Lobby kann unbeirrt weiter dafür sorgen, dass der Verzehr eines Schnitzels der Einnahme von zwei Antibiotika Tabletten entspricht oder der Verzehr einer Tafel Schokolade  der einer Tankfüllung eines Kleinwagens. Foodwatch weist täglich darauf hin, dass wir unsere Kinder vergiften und staatlich subventioniert unsere Gesundheit ruinieren, aber auch hier gelten die Gesetze der Echtzeitkommunikation und statt eines verbraucherfreundlichen offenen Diskurses gründet man lieber eine weitere Lobby zur Verschleierung gängiger Praktiken. Echtzeitkommunikation…

Wir fassen nochmals zusammen:

Die Politiker verdienen zu wenig, das zumindest hat uns Peer Steinbrück kurz vor Jahreswechsel deutlich gemacht. Er bekam dafür prompt vom Gas Verkäufer Schröder und einigen anderen Vertretern der Politiker Zunft eine schallende Ohrfeige, was aber auch niemand interessiert, denn auch das fällt unter die Gesetze der Echtzeitkommunikation. Außerdem: vielleicht wird er ja auch nur von allen missverstanden? Die Diskussion, ob man Steinbrück vor sich selbst schützen müsse, wird nicht vertieft…

 

Die Umkehrung der Kommunikation

Ein kommunikativer Schwelbrand wütet seit geraumer Zeit im deutschsprachigen Raum. Zu beobachten ist eine wenig sachliche Echtzeitkommunikation. Hier wird beispielsweise ein integrer Journalist des Antisemitismus beschimpft und zum anderen tobt eine Sexismus Debatte mit Facetten, die für den Ausßenstehenden nur schwer nachvollziehbar sind. Fakt: Das Miteinander ist deutlich schwieriger geworden.

Die Umkehrung der Kommunikation wird ein Schwerpunktthema von mind store marketing im Monat Februar. Den Startschuss werden wir im Rahmen der Email-Expo (5.+6. Februar) in Frankfurt geben.

„Hibbelinchen und die schlechten Liebhaber! Oder: Warum die Umkehrung der Kommunikation zur Maxime allen Marketinghandelns werden muss“ lautet der Vortrag am 6. Februar. Thematisiert werden Mechanismen der Echtzeitkommunikation, diskutiert werden Phänomene wie Timeline Kompatibilität oder die Multi Screen World als Spannungsfeld zwischen alten und neuen Medien. Auch hier wird das Miteinander hinterfragt.

Konkretisiert werden die Thesen durch zahlreiche Praxisbeispiele unseres Partners azionare GmbH. Der Geschäftsführer Robert Wauer zeigt wie man mit Social Media Analysen eine sicher Basis für Suchmaschinenoptimierung finden kann. Gezeigt darüber hinaus, was man beachten muss, wenn man ein Tool für Social Media Analysen und Monitorings auswählt. Sein Vortragstitel: „Von Hibbelinchens und Möpf – oder wie wichtig Erkenntnisse aus Social Media Analysen für SEO sind“.

Für alle Freunde und Kunden von mind store marketing, die sich für das Thema „Umkehrung der Kommunikation“ und „Social Media Analysen“ interessieren, stellt die Messe Frankfurt ein kostenfreies Ticket zur Verfügung. Das Ticket gilt für zwei spannende Veranstaltungen. Es berechtigt den Eintritt für die Email-Expo und ermöglicht den kostenlosen Besuch der M-Days, Kongressmesse für mobile Solutions und Technologies.

Auf der Email-Expo erfährt man alles von der erfolgreichen Email-Kampagnen-Planung und -Durchführung bis hin zu Strategien, Trends und Herausforderungen im E-Mail-Marketing. Auf drei Vortragsbühnen wird ein umfangreiches und anwenderorientiertes Vortragsprogramm für Profis und Einsteiger geboten. mind store marketing und azionare sind am 6.2. ab 13.00 Uhr auf der Search- und UX-Bühne zu treffen.

Weitere Informationen unter: www.email-expo.de

Das Thema Umkehrung der Kommunikation und Social Media Analyse als Grundlage für erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung werden wir in dieser Konstellation am 20. Februar im Rahmen der Nürnberger Trendtage vertiefen und am 21. Februar mit weiteren Referenten im Rahmen des Management Trend Forums auf Schloss Monrepos aus unterschiedlichsten Blickwinkeln durchleuchten.

Gabriele Pauli und Bettina Wulff oder: Die Domina in Politik und Gesellschaft

Seit heute ist es offiziell: Gabriele Pauli hat den Rechtsstreit gegen den Bayerischen Rundfunk verloren, die Domina Bilder, die sie in Latexhandschuhen zeigen dürfen weiterhin veröffentlicht werden, eine Revision ist ausgeschlossen.

Damit endet ein weiteres trauriges Kapitel im Leben einer stolzen Kämpferin, die angetreten war, der Welt zu zeigen, dass sie etwas Besonderes  ist und dass sie etwas verändern will, die aber in der letzten Konsequenz nicht aus ihrer konservativ biederen fränkischen Haut schlüpfen konnte und deshalb auf ganzer Linie zurück in die zweite Reihe geschickt wurde.

Wer provoziert, darf nicht gegen den „Vorwurf“ ankämpfen, er sei durchgeknallt. Wer Pirat ist, muss sich in der Lederjacke genauso wohl fühlen wie im Anzug, wer Rebellin sein will, muss vom Dirndl bis zum Latexhandschuh alle Register ziehen können und das dann auch noch authentisch, mit Leidenschaft und vor allem konsequent.

Wohin es führt, wenn man in letzter Konsequenz kneift, hat das Beispiel Bettina Wulff (Geschwindigkeitsüberschreitung des Denkens) deutlich gezeigt.

Nach diversen lustigen öffentlichen Auftritten von Gabriele Pauli und Bettina Wulff kann festgehalten werden, dass Tattoo und Latexhandschuhe alleine nicht ausreichen, um sich dauerhaft in den Schlagzeilen zu halten, die eine ist jetzt parteilos und die andere unbemannt. Echtzeitkommunikation ist ein grausames Geschäft…

Nachdem wir so viele Besucher des Blogs hatten/haben, die aufgrund der Google Suche „Bettina Wulff Kommunikation“ zu uns gefunden haben, hier noch eine kurze Umfrage:

Create your free online surveys with SurveyMonkey, the world’s leading questionnaire tool.

Helmut Berger und die Grenzen des guten Geschmacks oder: Wie weit soll das eigentlich noch gehen?

Die w&v brachte es auf den Punkt: Helmut Berger ist kein Star, holt ihn da raus so lautete die Headline und jeder der das vom Alkohol gezeichnete Bild des Ex-Schauspielers sah, bekam einen großen Schrecken.  

Dschungelcamp Helmut Berger

screenshot w&v (bild.de)

Dennoch: Die Verantwortlichen von RTL schickten ihn ins Dschungelcamp und es kam wie es kommen musste, er stieg an Tag zwei wieder aus (Gott sei Dank körperlich unversehrt).

„Es ist nicht vertretbar, alkoholisierte Prominente in Spielshows auftreten zu lassen”, ist hierzu die klare Meinung eines Medienethikers in der w&v. Die Quote von 7,7 Mio Zuschauern spricht jedoch eine deutlich andere Sprache. Das Volk will Blut sehen. Je tiefer jemand öffentlich fällt, desto größer die Begeisterung der Massen. Die Sensation als Bildungsideal, das Mittelmaß wird zum Maß aller Dinge erhoben. Wir sind auf einem grausam tiefen Bildungslevel angekommen.

Panem et circenses.

 Und nicht genug der Peinlichkeiten: Das Bildungsniveau wird öffentlich auf Facebook oder auf Twitterwalls etc. kundgetan. Die Meute ist sich nicht zu schade, der Twittergemeinde weltweit zu dokumentieren, wes Geistes Kind sie sind.

Am Beispiel der Social Media Night im Mercedes Benz Museum in Stuttgart haben wir die Tweets des Abends analysiert und stellen die Ergebnisse am 30.1. auf Schloss Monrepos im Rahmen unseres Management Trend Forums vor.

In diesem Zusammenhang nochmals die Frage: Muss sich das Bildungssystem verändern?

 

Markenaufbau von innen: Social Media Sales Force

„Social Media Team: Warum Unternehmen die Kompetenz intern aufbauen sollten“, kann man heute morgen in der karrierebibel lesen. Social Media scheint immer noch als Spielerei, als Kür statt als Pflicht angesehen werden.

Mind Store Marketing sieht in der Praxis die Uneinheitlichkeit, mit der das Thema angegangen wird, sieht aber auch, dass man begonnen hat zunehmend professioneller an das Thema heranzugehen. Statt blanker Bauchentscheidungen starten Überlegungen zunehmend mit Social Media Analysen. Die Überlegungen werden zudem immer strategischer.

Was fehlt ist das, was man vor Jahren aus der klassischen Marketinglehre lernen konnte: Die konsequente Ausrichtung des gesamten Unternehmens auf die Bedürfnisse einer neuen, vernetzten Kommunikation. Wir nennen das Markenaufbau von innen und werden in den nächsten Tagen und Wochen konkrete Beispiele und Studien präsentieren. Berichten werden wir u.a. von einer Gebietsdirektion der Sparkassenversicherung, die mit einem Kundenmagazin und Kundenevents ungewöhnliche und intelligente Wege geht.

Wo ist in Ihrem Unternehmen das Thema Echtzeitkommunikation aufgehängt? In der Unternehmensleitung? Im Marketing? In der PR Abteilung? Gibt es eine eigen Social Media Abteilung?

Zusammen mit einer Studentin der Uni Salzburg gehen wir der Frage auf den Grund:

UMFRAGE ECHTZEITKOMMUNIKATION

Wir sind gespannt auf die Auswertung…

 

 

Peer Steinbrück: Nichts für schwache Nerven!

Es gibt zwei Möglichkeiten einen Boxkampf zu gewinnen: Man passt auf seine Verteidigung auf und haut dem Gegner aus der Deckung heraus voll auf die Zwölf. Die harten Jungs jedoch wehren gegnerisches Fäuste cool mit der Nase ab. Damit der Gegner auch richtig ermattet wird, provoziert man ihn, damit er sich beim Dreschen auf die Nase so richtig verausgabt.

Letztere Taktik wendet Peer Steinbrück erfolgreich an. Provozieren, Nase hinhalten, mannhaft stehen bleiben…

Ok, seine Boxtrainer und der Rest der Crew könnten bei so einem Verhalten nervös werden, aber da müssen die Weicheier halt durch. PR wirksam waren die Kamikaze Aktion in jedem Fall. Gleich von „Todessehnsucht“ zu sprechen, ist hier ein wenig übertrieben. Peer Steinbrück zeigt, dass er  Echtzeitkommunikation verstanden hat. Er weiss, dass er keine Chance gegen Super Angie hat, aber er boxt sich zumindest mit der „Frauenbonus-Attacke“ in die Social Media Herzen.

Anders als die Vietnamesische Unternehmer Partei (FDP), die sich mit ihrem Schicksal abgefunden hat und den Rückzug vorbereitet, haut Ritter Peer voll auf die Kokosnüsse. Und wenn Super Angie nach der nächsten Legislaturperiode von Griechen und Franzosen ermattet ist, dann kommt seine große Stunde, dann kommt der der Peerminator mit aller Wucht. Bis dahin gilt der alte Sponti Spruch: Nostalgie ist noch lange kein Grund SPD zu wählen….

 

2013: Schluss mit den Waldorfisierungsprozessen

Der SPIEGEL Kolumnist mit der etwas anderen „Frisur“ bringt es auf den Punkt: “Die Piraten hätten fürs Netz das sein können, was die CSU für Bayern ist“. Ihre, wie Sascha Lobo es ausdrückt, “Allergie gegen das eigene Führungspersonal hat jedoch dazu geführt, dass sie Themen nicht setzt, sondern verwaltet“.

Der Partei fehlen, wie auch dem restlichen Land, zornige Manager! Wer sich Pirat nennt, also ein echter, lebt unter dem Motto „Entschuldigen kann man sich später!“

Wir fordern für 2013: Schluss mit Waldorfisierungsprozessen! Wir fordern intelligente Fuzzy Politik und Fuzzy Communication – in Echtzeit und ohne Vorfilter aus dem Mittelalter im formreligiösen Gewand…

Was sind die wichtigsten Felder, die 2013 in Angriff genommen werden müssen?? Bessere Bildung? Mutige Politik? Trennung von Staat und Kirche? Höheres Gehalt für den Kanzler?? Abschaffung von GEZ und öffentlich-rechtlichen Sendern?? Griechenland retten? Freie Sicht auf die Berge? Carsharing pushen?

Wir sind gespannt…

…und hier geht es zu einer weiterer Umfragen zum Thema ECHTZEITKOMMUNIKATION

Jörg Schönenborn und die Tütensuppe

Und wo wir schon mal beim Wort zum Sonntag sind, hier noch ein paar kurze Überlegungen zum Demokratie-Verständnis von Jörg Schönenborn (die Auflösung, was das alles mit Tütensuppen zu tun hat, folgt dann im Januar).

Da hat er sich ganz ordentlich nach oben gebuckelt und nun sowas: Jörg Schönenborn im Shitstorm. Nach seinem Studium 1983 bis 1988 in den Bereichen Journalistik und Politikwissenschaft, nach einem Volontariat beim WDR arbeitete Jörg Schönenborn, so können wir bei Wikipedia lesen von 1986 bis 1990 als freier Journalist für Hörfunk und Fernsehen. Anschließend war er für zwei Jahre Hörfunkredakteur im WDR-Studio Wuppertal. Von 1992 dann bis 1997 ARD-Nachrichtenkorrespondent in Nordrhein-Westfalen, also alles sauber von der Pike, alles pikobello, linientreu, guter Mann…

Nun aber als Chefredakteur doch ein wenig zu weit nach vorne gewagt und prompt einen auf die Finger bekommen. Arroganter Schnösel. Das Politik Studium liegt ja schon ein Weilchen zurück, da haben wir wohl ganz viel über Demokratie vergessen, außerdem war das die alte Demokratie, die ohne Ich-Sender und Shitstorm…

Wir halten also fest: Die herrschende Klasse verschafft ihren Parteifreunden Pöstchen in Ministerien  und in den öffentlich-rechtlichen Medien vergisst man schnell, dass die Alliierten zwar eine deutliche Vorstellung von Medien hatten, dass sich Demokratie jedoch zu einer Echtzeit-Demokratie gewandelt hat.

Und so rufen wir Herrn Schönenborn zum Jahresende in Anlehnung ein Zitat des Dalai Lama zu: „Widme Dich der Liebe und dem Kochen mit wagemutiger Sorglosigkeit“, aber lass die Finger von „coolen“ GEZ Sprüchen…