Echtzeitkommunikation

Social Media für CEOs: Man muss nicht jeden Schlag mit der Nase abwehren

Immer wieder werden Führungskräfte aufgefordert, der Marke ein Gesicht zu geben. Für die Social Media unerfahrene Führungskraft stellt sich sofort die Frage, was mit denn passiert, wenn man postet. Die Antwort ist relativ einfach…

Bei Facebook gibt es zwei Arten von Postings:

1. Man hat irgendwas gemacht, teilt es der Welt mit und freut sich und wenn man Glück hat, klicken Freunde auf „gefällt mir“

2. Man hat was gemacht, teilt es der Welt mit und wundert sich dann über das, was folgt:

In diesem Fall hat man etwas absolut Belangloses gepostet, das mindestens 20 anderen auch so gegangen ist.  Die posten natürlich nicht, dass sie sich freuen, dass du das Problem gelöst hast, sondern sagen dir, wie man es hätte anders oder besser machen können. Und weil die Klugscheisser noch einen draufsetzen müssen, kommentieren sie sich selbst mit ein einem ;-)

Im nächsten Schritt folgen 10-15 Klugscheisser, die darauf hinweisen, was hätte passieren können und welchen Gefahren du ausgesetzt warst bzw. welchen Gefahren du die Menschheit ausgesetzt hast. Es folgen dann 3-5 Menschen, die auf die Unzulänglichkeit der Regierung in diesem Zusammenhang hinweisen, gefolgt von 5-7 Menschen, die die Missstände der Gesellschaft unterstreichen und weitere 2-3, die auf die Opposition schimpfen, weil die das auch nicht besser hinbekommen hätte.

In einem nächsten Schritt folgen jene Klugscheisser, die mit Links zu diversen Seiten darauf hinweisen, dass auch schon andere dein Problem hatten bzw. schon andere zu dem Thema gepostet haben bzw. schon viel besser gepostet haben. Zu der Riege der Link postenden Klugscheisser gesellen sich dass sehr schnell die Trittbrettfahrer, die einen Werbe-Link zur eigenen Homepage setzen. Die Bandbreite der Plumpheiten reicht hierbei von „reg dich nicht auf, Johanniskraut gibt es bei XXX“ oder „nicht aufregen, den Profi findest du HIER“.

Das ist dann der Moment, wo der militante Netzverteidiger ins Spiel kommt und fordert, dass endlich die Regierung eingreift und die Netzneutralität und die Freiheit der Surfer garantiert.

Bevor es aber zu weiteren politischen Kundgebungen im Netz kommt, tritt der RechtschreibKlugscheisser auf den Plan und erklärt, das Postings dieser Art vollkommen dilettantisch und entwürdigend für eine moderne Gesellschaft sind. 7-9 Grammtikfetischisten geben ihm Recht und wenden sich angewidert ab.

Es folgt dann in aller Regel die Gruppe der indifferenten Gefällt-mir-Klicker. Das sind meist Eltern von 14jährigen Kindern oder rüstige Rentner, die nicht verstanden haben, worum es geht, die aber, um im Spiel zu bleiben, einfach mal „gefällt mir“ klicken. Da die Gruppe „Klickvieh“ sehr groß ist, sorgt sie schnell für weitere (unqualifizierte) Verbreitung. Es folgen dann diejenigen, die das Originalposting als persönlichen Angriff werten und sofort in die Offensive gehen, entrüstet Freunde „informieren“ und in Gruppen posten, wie unmöglich doch dein Posting sei.

In der letzten Phase posten dann die, die ohnehin nicht verstanden haben, worum es überhaupt geht und melden sich mit einem „also ich finde das alles doof hier“ ab, wodurch sie noch 231 Fragen in ihrer Timeline provozieren: „worum geht es hier“…

Wie unserer Key Influencer Analsysen verdeutlichen, werden durch Postings wie das eben beschriebene ca. 300-330 Menschen unmittelbar in der ersten Welle erreicht, was in der zweiten Welle (Kontakte der Kontakte) dann ca. 87.000 Kontakten entspricht. Die Gesamtreichweite beträgt rein rechnerisch ca. 500.000 Kontakte. Doof, wenn das Posting dann nicht gut war…

Deshalb gelten für den Umgang mit sozialen Netzen ein paar einfache Regeln:

1. Tritt sicherheitshalber der Gruppe bei „Nicht jede geistige Blähung muss gepostet werden“ (damit verdeutlichst du dir, dass du zu einem Profi gehen solltest)

2. Erstelle einen Redaktionsplan (da du keine Zeit hast, gilt wieder Punkt 1: gehe zu einem Profi und bleibe bei deinem Kerngeschäft)

3. Entscheide dich nie für Social Media, weil du Kosten sparen willst.Wenn du einen auf billig machst, wird es erfahrungsgemäß am Ende richtig teuer (was uns wieder zu Punkt 1 zurückbringt, denn Profis kosten Geld)

4. Es ist kompliziert

 

Extrem Kommentaring

Nein, keine Sorge, wir nehmen den Faden vom Wochenende NICHT auf und verschonen unsere Besucher mit Internet Trends wie Walling, Planking, Milking oder Extreme Fruchtsafting.

Von Hibbelinchen und Möpf reden wir ebenfalls heute nicht und auch das Thema Extreme Schaufenstering oder Hangouting vertagen wir auf nächste Woche (wer ein cooles Schaufenster in der Stuttgarter City kennt, kann uns aber gerne schreiben).

Heute greifen wir die Frage auf: Wie muss eine Facebook Seite einer Guerilla Marketing Agentur aussehen?

Piratig? Wüst und WIRR? Verwegen?

Bis jetzt haben wir darauf verzichtet, eine klassische Facebook Seite mit Tabpages etc. zu erstellen. Ausgangspunkt unserer Überlegungen: ES IST KOMPLIZIERT, weil: alles ist ja irgendwie kompliziert…

Kommunikation ist kompliziert.

Gesellschaftliches Leben ist kompliziert.

Menschliches Miteinander ist kompliziert.

Wirtschaft ist kompliziert.

Die Liste könnte jetzt beliebig fortgeführt werden. Ein Blick in die Beliebtheitsstatistik von „es ist kompliziert“ zeigt: Es sind die kleinen Geschichten, die am beliebtesten sind, die zwischenmenschlichen…

Anekdoten und Nachdenkliches wollen wir auch weiterhin posten und zukünftig auch mehr Trendthemen aus Fachmagazinen wie werben & verkaufen oder ZEIT Online etc.

Die Frage ist: WAS WOLLT IHR DENN NOCH??

Bevor wir unsere Facebook Seite „es ist kompliziert“ umbauen, setzen wir auf EXTREME MAILING  und EXTREME KOMMENTARING

Schreibt uns eure Wünsche!

April, April, der macht, was er will…

Der gestrige Tag hat vier Dinge verdeutlicht: Wenn man schreibt, dass Peer Steinbrück zurückgetreten ist, verwundert das niemanden, denn ohne Sigmar Gabriel darf der Steinbrück ja schon lange nichts mehr alleine tun. Zuerst hatten alle gedacht, der Gabriel ist zurückgetreten, um dem Steinbrück wegen seiner vielen Aussagen besser in den Hintern treten zu können, dann aber hatte man in der Überschrift „Steinbrück“ und nicht „Gabriel“ gelesen und sich wieder dem Ostereiersuchen zugewandt.

Skeptisch sind die Besucher der Seite geworden, als sie lasen, dass die Bahn ab sofort pünktlich sein wird. Das konnte und wollte niemand glauben und so wurde die zweite Überschrift deutlich ins Reich der Aprilscherze geschickt..

Dritte Erkenntnis: Nach so vielen Feiertagen scharrten gestern ganz viele Manager mit den Hufen und hatten offensichtlich genug von der österlichen Familienidylle, die Besucherzahlen waren entsprechend hoch (drittbester Besucherwert des Monats und das trotz Feiertag).

Vierte Erkenntnis: Im Zeitalter der Echtzeitkommunikation gehören Aprilscherze zur Normalität. Postman´s „und jetzt“ hat auch den Aprilscherz erfasst. Egal, ob eine Nachricht wahr ist oder nicht, am nächsten Tag kommt eine neue in die Timelines. Und jetzt…?

Und jetzt schauen wir uns das nächste Thema für April und Mai an:

Copy & Paste im WIRRklichkeitsRAUM

oder: Warum wir ohne Design nicht mehr überleben können.

Untersucht wird, wann die Grenze zwischen „teilen“ und „klauen“ überschritten wird, gezeigt wird, dass klauen durchaus auch ein Stilmittel sein kann. Hierzu haben wir extra einen Film produziert (1x Inspiration und 3x geklaut), den wir im Rahmen der Audiovisual Media Days in München zeigen. Dort findet dann auch die Auflösung statt. Keine Auflösung, sondern Originale gibt es im Rahmen einer ganz speziellen Führung durch die Staatsgalerie Stuttgart (OP+POP)

Auflösung, wo wir geklaut haben dann wieder im Rahmen der Nürnberger Trendtage am 24.4. und auf Schloss Monrepos am 25.4.

Am 8. Mai wird sich ein bekannter Medienanwalt des Copy & Paste Themas annehmen, wir veranstalten in Düsseldorf in den Räumen seiner Kanzlei ein Event mit Vorträgen und Diskussion (Auflösung also auch hier).

Am 15. Mai geht es dann gemeinsam mit Google Automotive in den Räumen der Galerie Domberger für Führungskräfte der Automobilindustrie ebenfalls um das Thema Originale.

Der Frühling, falls er denn noch kommen sollte, wird spannend…

Copy & Paste im WIRRklichkeitsRAUM

oder: Warum wir ohne Design nicht mehr überleben können

(Ab Mai dann auch als eBook…)

Katja Riemann und die Waldorfisierungsprozesse

Es wurde mehrfach an anderer Stelle unterstrichen, dass politische Korrektheit die Gesellschaft nicht zwingend nach vorne bringt. Während man vor lauter Korrektheit nach Worten ringt, verliert man unnötig Lebenszeit.

Das Beispiel Katja Riemann vs. Hinnerk Baumgarten  verdeutlicht in perfektem Maße den täglichen Wahnsinn der Echtzeitkommunikation.

Auf der einen Seite eine sensible Künstlerin, die auf einen unvorbereiteten und weichgespülten Moderator ohne Fingerspitzengefühl trifft. Auf der Facebook Seite  des Magazins wetzen sich dann über 400 unautonome Angstgartenzwerge das Maul, man hat sie ja noch nie leiden können…

Das Beispiel Katja Riemann und der unsensible Moderator hätte eine verfilmte Case Study zu Watzlawicks „Anleitung zum Unglücklichsein“ sein können: Die Geschichte mit der Ober- und der Unterhälfte des Brötchens.

Katja Riemann war definitiv zu höflich und hätte nach fünf Minuten die Sendung verlassen sollen. PR wirksam wäre auch eine Ohrfeige oder ein Tritt in die Eier gewesen…

Auf der anderen Seite war der Moderator definitiv zu viel Weichei, um einen eleganten Abgang einzuläuten.

Am Ende dann viele unautonome Angstgartenzwerge und viel Rauch um nichts…

 

Wachstum durch Downsizing (4): Von rückwärtsgewandter Klientelpolitik zu zukunftsorientierter Leit-Politik

Die politische Situation wurde weiter oben bereits kurz angedeutet.  Für die weitere Diskussion werden zusätzlich noch folgende Punkte festgehalten:

1)
Wir werden regiert von Juristen und Vertretern des öffentlichen Dienstes. Im Raum steht somit die Frage, ob die Abgeordneten die Sorgen und Nöte des Volkes kennen bzw. sie verstehen.

2)
Damit der Volksvertreter das Volk besser verstehen kann, steigert er konsequent die Zahl der Staatssekretäre. In Griechenland war im Jahre 2010 jeder vierte Bürger im Staatsdienst  (mit bekannten Folgen). In Deutschland liegt die Zahl bei ca. 10% der Bevölkerung.

3)
Damit auch hierzulande griechische Verhältnisse einkehren können, folgen Politiker wie Rösler und Altmaier dem südländischen Vorbild und verschaffen ihren Parteifreunden sichere Pöstchen. Für meine guten Freunde…

Als Zwischenergebnis wird eine provokative These in den Raum gestellt: Wir werden verwaltet und nicht vertreten.  Hinzu kommt die schreckliche Vermutung, dass der direkte Blick des Politikers für das Volk verhangen wird durch Lobbyisten. Das muss nicht immer so dramatisch sein wie im Fall der Apotheken Lobby, in dem ein ganzes Ministerium ausgespäht wurde, es reicht auch, dass Lobbyplag aufzeigt, dass Politiker wenig eigene Meinung zu haben scheinen.

Und am Ende wundert sich dann eine Ministerin, wenn sie zum Jahresende den ersten Preis bekommt für ihre “rückwärtsgewandte Klientelpolitik“.  Der Naturschutzbund Deutschland ernannte Frau Aigner zum “Dinosaurier des Jahres” 2012” (die Themen Pferd und BIO Ei werden an dieser Stelle nicht vertieft).

Exkurs Echtzeitkommunikation: Jede Nachricht ist gealterte Echtzeit, der „Dinosaurier 2012“ ist also schnell vergessen, die Lobby kann unbeirrt weiter dafür sorgen, dass der Verzehr eines Schnitzels der Einnahme von zwei Antibiotika Tabletten entspricht oder der Verzehr einer Tafel Schokolade  der einer Tankfüllung eines Kleinwagens. Foodwatch weist täglich darauf hin, dass wir unsere Kinder vergiften und staatlich subventioniert unsere Gesundheit ruinieren, aber auch hier gelten die Gesetze der Echtzeitkommunikation und statt eines verbraucherfreundlichen offenen Diskurses gründet man lieber eine weitere Lobby zur Verschleierung gängiger Praktiken. Echtzeitkommunikation…

Wir fassen nochmals zusammen:

Die Politiker verdienen zu wenig, das zumindest hat uns Peer Steinbrück kurz vor Jahreswechsel deutlich gemacht. Er bekam dafür prompt vom Gas Verkäufer Schröder und einigen anderen Vertretern der Politiker Zunft eine schallende Ohrfeige, was aber auch niemand interessiert, denn auch das fällt unter die Gesetze der Echtzeitkommunikation. Außerdem: vielleicht wird er ja auch nur von allen missverstanden? Die Diskussion, ob man Steinbrück vor sich selbst schützen müsse, wird nicht vertieft…

 

Die Umkehrung der Kommunikation

Ein kommunikativer Schwelbrand wütet seit geraumer Zeit im deutschsprachigen Raum. Zu beobachten ist eine wenig sachliche Echtzeitkommunikation. Hier wird beispielsweise ein integrer Journalist des Antisemitismus beschimpft und zum anderen tobt eine Sexismus Debatte mit Facetten, die für den Ausßenstehenden nur schwer nachvollziehbar sind. Fakt: Das Miteinander ist deutlich schwieriger geworden.

Die Umkehrung der Kommunikation wird ein Schwerpunktthema von mind store marketing im Monat Februar. Den Startschuss werden wir im Rahmen der Email-Expo (5.+6. Februar) in Frankfurt geben.

„Hibbelinchen und die schlechten Liebhaber! Oder: Warum die Umkehrung der Kommunikation zur Maxime allen Marketinghandelns werden muss“ lautet der Vortrag am 6. Februar. Thematisiert werden Mechanismen der Echtzeitkommunikation, diskutiert werden Phänomene wie Timeline Kompatibilität oder die Multi Screen World als Spannungsfeld zwischen alten und neuen Medien. Auch hier wird das Miteinander hinterfragt.

Konkretisiert werden die Thesen durch zahlreiche Praxisbeispiele unseres Partners azionare GmbH. Der Geschäftsführer Robert Wauer zeigt wie man mit Social Media Analysen eine sicher Basis für Suchmaschinenoptimierung finden kann. Gezeigt darüber hinaus, was man beachten muss, wenn man ein Tool für Social Media Analysen und Monitorings auswählt. Sein Vortragstitel: „Von Hibbelinchens und Möpf – oder wie wichtig Erkenntnisse aus Social Media Analysen für SEO sind“.

Für alle Freunde und Kunden von mind store marketing, die sich für das Thema „Umkehrung der Kommunikation“ und „Social Media Analysen“ interessieren, stellt die Messe Frankfurt ein kostenfreies Ticket zur Verfügung. Das Ticket gilt für zwei spannende Veranstaltungen. Es berechtigt den Eintritt für die Email-Expo und ermöglicht den kostenlosen Besuch der M-Days, Kongressmesse für mobile Solutions und Technologies.

Auf der Email-Expo erfährt man alles von der erfolgreichen Email-Kampagnen-Planung und -Durchführung bis hin zu Strategien, Trends und Herausforderungen im E-Mail-Marketing. Auf drei Vortragsbühnen wird ein umfangreiches und anwenderorientiertes Vortragsprogramm für Profis und Einsteiger geboten. mind store marketing und azionare sind am 6.2. ab 13.00 Uhr auf der Search- und UX-Bühne zu treffen.

Weitere Informationen unter: www.email-expo.de

Das Thema Umkehrung der Kommunikation und Social Media Analyse als Grundlage für erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung werden wir in dieser Konstellation am 20. Februar im Rahmen der Nürnberger Trendtage vertiefen und am 21. Februar mit weiteren Referenten im Rahmen des Management Trend Forums auf Schloss Monrepos aus unterschiedlichsten Blickwinkeln durchleuchten.

Gabriele Pauli und Bettina Wulff oder: Die Domina in Politik und Gesellschaft

Seit heute ist es offiziell: Gabriele Pauli hat den Rechtsstreit gegen den Bayerischen Rundfunk verloren, die Domina Bilder, die sie in Latexhandschuhen zeigen dürfen weiterhin veröffentlicht werden, eine Revision ist ausgeschlossen.

Damit endet ein weiteres trauriges Kapitel im Leben einer stolzen Kämpferin, die angetreten war, der Welt zu zeigen, dass sie etwas Besonderes  ist und dass sie etwas verändern will, die aber in der letzten Konsequenz nicht aus ihrer konservativ biederen fränkischen Haut schlüpfen konnte und deshalb auf ganzer Linie zurück in die zweite Reihe geschickt wurde.

Wer provoziert, darf nicht gegen den „Vorwurf“ ankämpfen, er sei durchgeknallt. Wer Pirat ist, muss sich in der Lederjacke genauso wohl fühlen wie im Anzug, wer Rebellin sein will, muss vom Dirndl bis zum Latexhandschuh alle Register ziehen können und das dann auch noch authentisch, mit Leidenschaft und vor allem konsequent.

Wohin es führt, wenn man in letzter Konsequenz kneift, hat das Beispiel Bettina Wulff (Geschwindigkeitsüberschreitung des Denkens) deutlich gezeigt.

Nach diversen lustigen öffentlichen Auftritten von Gabriele Pauli und Bettina Wulff kann festgehalten werden, dass Tattoo und Latexhandschuhe alleine nicht ausreichen, um sich dauerhaft in den Schlagzeilen zu halten, die eine ist jetzt parteilos und die andere unbemannt. Echtzeitkommunikation ist ein grausames Geschäft…

Nachdem wir so viele Besucher des Blogs hatten/haben, die aufgrund der Google Suche „Bettina Wulff Kommunikation“ zu uns gefunden haben, hier noch eine kurze Umfrage:

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Helmut Berger und die Grenzen des guten Geschmacks oder: Wie weit soll das eigentlich noch gehen?

Die w&v brachte es auf den Punkt: Helmut Berger ist kein Star, holt ihn da raus so lautete die Headline und jeder der das vom Alkohol gezeichnete Bild des Ex-Schauspielers sah, bekam einen großen Schrecken.  

Dschungelcamp Helmut Berger

screenshot w&v (bild.de)

Dennoch: Die Verantwortlichen von RTL schickten ihn ins Dschungelcamp und es kam wie es kommen musste, er stieg an Tag zwei wieder aus (Gott sei Dank körperlich unversehrt).

„Es ist nicht vertretbar, alkoholisierte Prominente in Spielshows auftreten zu lassen”, ist hierzu die klare Meinung eines Medienethikers in der w&v. Die Quote von 7,7 Mio Zuschauern spricht jedoch eine deutlich andere Sprache. Das Volk will Blut sehen. Je tiefer jemand öffentlich fällt, desto größer die Begeisterung der Massen. Die Sensation als Bildungsideal, das Mittelmaß wird zum Maß aller Dinge erhoben. Wir sind auf einem grausam tiefen Bildungslevel angekommen.

Panem et circenses.

 Und nicht genug der Peinlichkeiten: Das Bildungsniveau wird öffentlich auf Facebook oder auf Twitterwalls etc. kundgetan. Die Meute ist sich nicht zu schade, der Twittergemeinde weltweit zu dokumentieren, wes Geistes Kind sie sind.

Am Beispiel der Social Media Night im Mercedes Benz Museum in Stuttgart haben wir die Tweets des Abends analysiert und stellen die Ergebnisse am 30.1. auf Schloss Monrepos im Rahmen unseres Management Trend Forums vor.

In diesem Zusammenhang nochmals die Frage: Muss sich das Bildungssystem verändern?

 

Markenaufbau von innen: Social Media Sales Force

„Social Media Team: Warum Unternehmen die Kompetenz intern aufbauen sollten“, kann man heute morgen in der karrierebibel lesen. Social Media scheint immer noch als Spielerei, als Kür statt als Pflicht angesehen werden.

Mind Store Marketing sieht in der Praxis die Uneinheitlichkeit, mit der das Thema angegangen wird, sieht aber auch, dass man begonnen hat zunehmend professioneller an das Thema heranzugehen. Statt blanker Bauchentscheidungen starten Überlegungen zunehmend mit Social Media Analysen. Die Überlegungen werden zudem immer strategischer.

Was fehlt ist das, was man vor Jahren aus der klassischen Marketinglehre lernen konnte: Die konsequente Ausrichtung des gesamten Unternehmens auf die Bedürfnisse einer neuen, vernetzten Kommunikation. Wir nennen das Markenaufbau von innen und werden in den nächsten Tagen und Wochen konkrete Beispiele und Studien präsentieren. Berichten werden wir u.a. von einer Gebietsdirektion der Sparkassenversicherung, die mit einem Kundenmagazin und Kundenevents ungewöhnliche und intelligente Wege geht.

Wo ist in Ihrem Unternehmen das Thema Echtzeitkommunikation aufgehängt? In der Unternehmensleitung? Im Marketing? In der PR Abteilung? Gibt es eine eigen Social Media Abteilung?

Zusammen mit einer Studentin der Uni Salzburg gehen wir der Frage auf den Grund:

UMFRAGE ECHTZEITKOMMUNIKATION

Wir sind gespannt auf die Auswertung…

 

 

Peer Steinbrück: Nichts für schwache Nerven!

Es gibt zwei Möglichkeiten einen Boxkampf zu gewinnen: Man passt auf seine Verteidigung auf und haut dem Gegner aus der Deckung heraus voll auf die Zwölf. Die harten Jungs jedoch wehren gegnerisches Fäuste cool mit der Nase ab. Damit der Gegner auch richtig ermattet wird, provoziert man ihn, damit er sich beim Dreschen auf die Nase so richtig verausgabt.

Letztere Taktik wendet Peer Steinbrück erfolgreich an. Provozieren, Nase hinhalten, mannhaft stehen bleiben…

Ok, seine Boxtrainer und der Rest der Crew könnten bei so einem Verhalten nervös werden, aber da müssen die Weicheier halt durch. PR wirksam waren die Kamikaze Aktion in jedem Fall. Gleich von „Todessehnsucht“ zu sprechen, ist hier ein wenig übertrieben. Peer Steinbrück zeigt, dass er  Echtzeitkommunikation verstanden hat. Er weiss, dass er keine Chance gegen Super Angie hat, aber er boxt sich zumindest mit der „Frauenbonus-Attacke“ in die Social Media Herzen.

Anders als die Vietnamesische Unternehmer Partei (FDP), die sich mit ihrem Schicksal abgefunden hat und den Rückzug vorbereitet, haut Ritter Peer voll auf die Kokosnüsse. Und wenn Super Angie nach der nächsten Legislaturperiode von Griechen und Franzosen ermattet ist, dann kommt seine große Stunde, dann kommt der der Peerminator mit aller Wucht. Bis dahin gilt der alte Sponti Spruch: Nostalgie ist noch lange kein Grund SPD zu wählen….

 

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