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Standheizungen: Auch im Sommer in der Zielgruppe
Während der Wettbewerb aus dem Bereich Standheizungen im Sommer alle Marketingaktivitäten einfriert, startet Eberspächer im Sommer mit zwei neuen Kunden Magazinen: Ein Auto- und Tuning Magazin und ein Wohnmobil Magazin
Schwerpunkte im Auto- und Tuning Magazin: Themen rund ums Auto von Neuvorstellungen bis Rückrufe, Tuning, Messen und Events oder Highlights aus dem Motorsport. Darüber hinaus wird es im Bereich Service Themen rund um die Standheizung geben und auch Werkstätten und Händler werden vorgestellt.
Im Wohnmobil Magazin werden Neuerscheinungen präsentiert, ebenso wie Campingplätze oder Urlaubsregionen und auch Messen und Events kommen hier nicht zu kurz und selbstverständlich wird es auch hier Hintergrundinformationen zum Thema Standheizung geben.
Eberspächer unterstreicht mit beiden Magazinen seinen Wachstumskurs. Beide Magazine basieren auf einer dezidierten Social Media Analyse, die alle relevanten redaktionellen Keywords im Markt herauskristallisierte.
Mind Store Marketing freut sich auf eine spannende Standheizungssaison mit Eberspächer.
Emotionale Aufladung der Marke: Mein erstes Auto
die Studienzeiten sind lange schon vorbei, aber jede Führungskraft, jeder erfolgreicher Business Mensch erinnert sich noch bestens an sein erstes Auto als stünde es erst seit gestern nicht mehr vor der Haustür. Vom Munde abgespart, als Möbelpacker, Kellnerin, Bauarbeiter, Fremdenführer, was auch immer, hart erarbeitet und immer in der Sorge, dass die Reparaturen nicht zu teuer werden und das Geld für den Sprit reichen möge.
Jeder kann garantiert noch eine witzige Geschichte erzählen vom 2,10m-Freund, der oben aus dem Schiebedach des alten Fiat 500 herausragte, vom ersten Kuss am Baggersee im Käfer oder von der ersten Italienfahrt im alten Benz. Erlebnisse, die das Leben prägen…
Heute fährt man natürlich einen Geschäftswagen und um die Reparaturen muss man sich keine Sorgen machen, denn als Manager der Firma XY (hier könnte jetzt Ihre Firma / Ihre Marke stehen) lebt man seinen Traum. Man ist verantwortlich für XXX Mitarbeiter und ein weltweit XXX Umsatz…
In Zeiten ständig steigender Parallelnutzung der Medien ist es wichtig, die Marke emotional aufzuladen und zu personalisieren.
Ganz früher waren es Top Manager wie Daniel Goeudevert oder der Sony Gründer Akio Morita, die gerne von sich und Ihrem spannenden Leben erzählten und somit die Marke positiv aufluden. Heute schreibt man zwar keine Bücher mehr, sondern Blogs, aber das Prinzip ist das selbe: Zeige der Welt, dass du deinen Beruf, dein Leben und deine Marke liebst…
Gemeinsam mit Motorsport-Total.com inszenieren wir Marken. Führungskräfte können sich, ihre Firma und ihre Marke prominent auf der Startseite sowie in frei wählbaren Rubriken präsentieren (z.B. Formel 1 oder Auto& Bike).
Das „mein erstes Auto“ Paket wird maßgeschneidert und individuell angepasst und selbstverständlich stellen wir einen professionellen Journalisten zur Seite und helfen bei der Ausformulierung der Geschichte.
Mein erstes Auto: Position beziehen!
Bekenntnis zur Marke.
High Noon: Das Social Media Duell im Morgengrauen. Oder: Langweilige Firmeninterna prallen gnadenlos auf sozio-virtuelle Welten. Untertitel: Vom unendlich harten Leben der Rohrreiniger (Teil 2)
Aus Rücksicht gegenüber gestressten Paste&Copy-Studenten wurde der gestrige Beitrag radikal gekürzt und in mehrere Teile zerlegt. Das wesentliche Learning aus Teil 1: Rohrreiniger haben ein schweres Leben. Weiteres Learning: Social Media ist ein WIRRklichkeitsRAUm (aber das wussten wir schon lange…) Learning am Rande: Lange und vor allem reißerische Überschriften machen neugierig, erhöhen die Besucherzahl und die Diskussion. Die Frage, ab wann eine Überschrift zu lang ist, diskutieren wir an anderer Stelle…
Es kann darüber hinaus festgehalten werden: Social Media wird leider allzu oft reduziert auf Facebook und ein wenig twitter (beides vermeintlich „kostengünstig“). Die zweitgrößte Suchmaschine der Welt wird in diesem Zusammenhang gerne vergessen. Zugeben: Wer youtube nutzen will, muss auch Filme produzieren können, was beim Rohrreiniger fies enden könnte und mit Kosten verbunden ist.
Was nun bliebe, wäre das klassische Suchmaschinen Marketing, das bringt Besucher auf die Homepage, ist als Image bildende Maßnahme allerdings nur in Zusammenhang mit einer „funktionierenden“ Homepage zu empfehlen, die bei Rohrreinigern aus Kostengründen meist so ausschaut wie die Brühe, die aus den Rohren kommt oder um es höflicher zu formulieren: einfach gestrickt (der 1&1 Baukasten ist als Aushängeschild dann doch nur bedingt geeignet). SEM wirkt zudem nur punktuell und nicht nachhaltig. Wenn der Markenaufbau vernachlässigt wird, was uns zu einem weiteren Learning führt: Der Weg vom Rohrreiniger zur Marke ist alles andere als kostengünstig, erspart dann aber werbliche Kraftakte.
Denken wir also die Deduktionskette zu Ende. Hierzu tun wir so, als ob wir Volkswirtschaftler wären. Annahme: Der Rohrreiniger investiert in SEO und SEM Maßnahmen und erhöht tatsächlich die Besucherzahl. Die kommen dann auf wenig vertrauensbildende Baukastenwebseiten und wenn der Druck im eigenen Rohr nicht wirklich hoch ist (für alle Rohrreiniger: das ist jetzt nicht zweideutig gemeint), ziehen aufgrund der Billigseite alle wieder weiter. Nur wenn die Not groß ist, kommt es zu einer Conversion (für den Rohreiniger: Umwandlung des eingesetzten Werbekapitals durch Auftragserteilung). Es würde also eine edle weiße Seite mit der Firma, Adresse und Telefonnumer reichen – SEO relevante Texte inklusive. Erläuterung für den Rohrreiniger: dafür gibt es Spezialisten, die kosten zwar Geld, bringen aber auch Kunden, denn 80 Prozent aller Konsumausgaben finden (trotz Social Media Welten) in einem Radius von 50 km statt. ABER: Nicht das Telefonbuch führt Angebot und Nachfrage zusammen, sondern eine amerikanische Firma namens Google. Zwei Drittel aller Suchen beginnen online!
Vorsichtig geschätzt gibt es pro Tag ca. 40 Mio. Suchen, die man natürlich mit SEM Maßnahmen und entsprechendem monetären Einsatz auf die eigene Homepage kanalisieren kann. Intelligente Rohrreiniger hingegen werfen einen Blick auf die Blogosphäre. Viele Blogger haben in den Jahren erfolgreich bewiesen, dass sie nicht nur Meinungsführer sind, sondern auch, dass sie durch ihre Themenwelten und den damit verbundenen Keywords SEO relevante Texte generieren und sich auf die vorderen Plätze bei Google Suchen katapultieren.
Jetzt kann der Rohrreiniger natürlich beschließen, sein Thema von Bloggern streuen und verlinken zu lassen (Blogmarketing nennt man das), aber das würde ihn in die selbe (teure) Situation versetzen, als ob er eine PR Agentur einschalten würde (die, by the way, nichts wirklich zu zu erzählen hätte).
Warum also nicht selbst ein Blog erstellen? Die erster Frage des Rohrreinigers: Und was soll ich erzählen? So viel ist sicher, wenn man nur von verstopften Rohren erzählt, dann wird das schnell kontraproduktiv. ABER: Rohre liegen in Häusern, mitunter in schönen Häusern. Warum also nicht von schönen Häusern in der Stadt berichten? Wir erinnern uns: 80 Prozent aller Konsumausgaben finden in einem Radius von 50 km statt und 2/3 aller Suchen sind Onlinesuchen. Bequemer kann man lokale Begriffe nicht platzieren.
Auch der ein oder andere Künstler nimmt Rohre für Kunstinstallationen, viel wichtiger jedoch: Ein Abflussrohr in der Küche wird durch Lebensmittel verstopft, warum also keine Kochrezepte vorstellen, natürlich mit dem „dezenten“ Hinweis: Achtung, nicht in den Ausguss, sonst muss der „Rohrreiniger“ kommen…
Das Thema Blog als interaktives Kundenmagazin ist im Mittelstand noch nicht angekommen und birgt, wenn man es intelligent macht, sehr viel Potential. Aber auch die Konzerne haben das Thema noch nicht verinnerlicht. Oftmals hat man zwar aufwendig gestaltete Landing Pages und eine Armada an Praktikanten, die an (offline) Kundenmagazinen basteln, den Blog als SEO unterstützende Maßnahme zur Kundenbindung, zur Erhöhung der Attraktivität hat man anscheinend noch nicht entdeckt. Oftmals wir das Blog als firmeninterne Text-Müllhalde (miss)verstanden statt zur Erhöhung der Verweildauer und somit zum interaktiven Dialog (für alle Copy&Paste-Studenten: Jetzt schließt sich auch der Kreis zur Überschrift wieder)
Im Gegensatz zur Firmen- oder Produktseite wird das Blog eher nebenbei von der PR Abteilung „gefüttert“ oder es ist der Praktikant und nicht der Top Manager der bloggt. Und wieder taucht die alte Forderung auf: Die Wirtschaft braucht wesentlich mehr Charismatiker, die statt wie früher Bücher zu schreiben heute bloggen und somit die Marke personalisieren, in den Dialog treten und wesentlich zur emotionalen Aufladung der Marke beitragen.
Emotionale Aufladung der Marke, das ist das Zauberwort, das den Rohrreiniger vom Markenunternehmen unterscheidet. Und machen wir uns nichts vor, auch in großen Konzernen liegen jede Menge „dreckige Rohre“ im Keller. Es müssen nicht immer Stützstrümpfe sein, nicht jedes Auto ist so sexy, dass man eine schöne Kampagne darum stricken kann. Aber man kann mit Autos in schöne Regionen oder Hotels fahren, man kann um unspannende Produkte eine schöne Geschichte spinnen und man kann sich ein spannendes Spiel ausdenken…
Möglichkeiten gibt es genug: Man muss sich nur trauen! Für Konzerne bieten wir deshalb für solche Fälle das Paket „Hofnarr“ an und für Rohrreiniger haben wir das Paket „Behutsame Einführung in den WIRRklichkeitsRAUM“. Ausserdem sind wir spezialisiert auf intuitive Ballistik, aber das ist nochmals eine vollkommen andere Geschichte…
Starten wir erst einmal behutsam mit einem passenden Blog…
High Noon: Das Social Media Duell im Morgengrauen. Oder: Langweilige Firmeninterna prallen gnadenlos auf sozio-virtuelle Welten. Untertitel: Vom unendlich harten Leben der Rohrreiniger (Teil 1)
Showdown auf der Hauptstraße. Zwei Revolverhelden stehen sich mit geladenen Pistolen gegenüber. Entschlossen bis zum Letzten. Der Colt sitzt locker. Die Anspannung ist groß. Und dann der erste Schuss: Eine Führungskraft murmelt ferngesteuert und wüst entschlossen „Wir müssen was mit Social Media machen“ (dieser Satz aus der Stille des Raumes ist aus alten Zeiten bekannt als: Wir müssen ins Internet…). Im Hinterkopf die klare Vision: Koschtengünschtig sein (wie es der Schwabe ausdrückt).
Die gesamte Tragweite des Satzes „wir machen was mit Social Media“ ist den wenigsten Managern bewusst. In Konzernen hat man vielleicht die eine oder andere positive Erfahrung gemacht, übersieht aber gerne, dass nicht jede Sparte oder jedes Produkt socialmediatauglich ist und der Mittelstand verkennt, dass die Vision „koschtengünschtig“ auch richtig teuer werden kann, weil man dadurch eine faire Chance hat, die Marke oder das Image der Firma zu ruinieren.
Übersehen werden im allgemeinen Social Media Zirkus meist zwei wichtige Kenngrößen: Timeline Kompatibilität und sozio-kognitive Dissonanz.
Sowohl der Koschtengünschtig-Wahn als auch die blinde Aktionismus-Variante sehen nur 16 Millionen potentielle Kunden die man koschtengünschtig erreichen kann (theoretisch könnte) und so gerät die Systematik von Social Media schnell in Vergessenheit. Die damit verbundenen Gefahren für die Marke werden vollends ausgeblendet. Vergessen wird in der ersten Euphorie fast immer, dass Social Media eben nicht nur facebook, sondern wesentlich mehr ist.
Unabhängig davon: Social Media Marketing bedeutet Content, spannender Content, gerne auch witziger Content, interessanter Content, der timeline kompatibel sein muss. Wenn die Marke nicht religiös ist oder das Produkt nicht sexy genug, straft dies die Social Media Gemeinde gnadenlos ab. Hierbei wird von den Verfechtern der koschtengünschtigen Variante dann auch vergessen, dass Social Media nicht nur Ablehnung (früher: Zapping) bedeutet, sondern unter Umständen auch aktiver „Gegenwind“ und im schlimmsten Fall Mobilmachung (siehe Kitkat).
Es folgt der Versuch, Entscheidern den Leidensprozess verkürzen zu können in Form einer kurzen Anleitung zum Unglücklichsein. Hierzu nehmen wir ein nicht-timeline kompatibles Produkt/Dienstleistung wie beispielsweise Bestattungen (= hohe kognitive Dissonanz – wer will sich schon mit dem Tod auseinander setzen – wobei es hier eine herausragende Ausnahme gibt), Stützstrümpfe (der Slogan Erotik fürs Krampfadergeschwader funktioniert nur bedingt…) oder „Rohrreinigung“.
Der Rohreiniger wird angerufen, wenn alle verzweifelten Versuche fehlgeschlagen sind, die stinkende „Suppe“ aus dem Küchenausguss heraus zu bekommen. Der Rohrreiniger zwängt dann heldenhaft eine Spirale in die Brühe und treibt sie mit einer Maschine in die Tiefe. Er berechnet dabei nach Metern. Wenn der Kunde am Ende die Rechnung bekommt, wird jedes Mal spekuliert, ob die Spirale den Erdmittelpunkt erreicht hat, aber das ist ein anderes Thema…
Jeder Verbraucher hofft also, genau diese Dienstleistung nie in Anspruch nehmen zu müssen. Der Rohrreiniger hat es also sehr schwer mit Marketingmaßnahmen. TV oder Radio-Werbung scheidet aus, denn für 30 Sekunden bei TV Total müsste er tatsächlich bis zum Erdkern bohren. Ausserdem: Wenn der Rohrreiniger in München sitzt, wären die Streuverluste viel zu groß. Auch Radiowerbung scheidet aus, denn auch wenn viele Radios in der Küche stehen, sie wirkt nur, wenn der Schadensfall auch parallel eintritt, was statistisch allerdings fast unmöglich ist, aber das hatte auch die Atomlobby vor dem Japan Unglück über Atomkraftwerke gesagt…
Zurück zur Rohrreinigungsfirma: Nachdem er sich entschlossen hat, keinen sechsstelligen Betrag für einen 30-Sekünder im Blockbuster Film zu investieren und auch lieber Radio zu hören als Radio zu finanzieren, geistert ihm das schwäbische „kostengünschtig“ durch den Kopf bzw. die Long Version: Social Media kostet nix! Und so fällt beispielsweise eine einsame Entscheidung für die Einrichtung eines Twitter Accounts.
Der Twitter geübte weiss: Wenn man in die Timeline die Nachricht streut: „…reinigt jetzt das Rohr“, könnte dies witzige Retweets auslösen und auch die Nachricht „kommt mal eben zum Rohrreinigen vorbei“ könnte Beifall der weiblichen Twitterwelt auslösen. Alles aber unter dem Aspekt, dass da jemand versucht, einen Witz zu reissen. Wenn die Twitter Gemeinde merkt, dass da jemand eine kommerzielle Dienstleistung verkaufen will, dann könnte der SPAM Schuss nach hinten losgehen. Ergo: Die Twitter Timeline erscheint aufgrund ihres News und Self Expression Charakters (witzige und sinnentleerte Posts inklusive) vollends ungeeignet (es sei denn, man ist wie der weiter oben zitierte Bestatterblog authentisch…)
Schicken wir den Rohrreiniger also jetzt zu facebook. Dort würde er zumindest schon mal auf 81 Personen treffen, die die Gruppe „geh rohrreiniger trinken“ witzig findet, aber die im Vergleich zu Twitter deutlich spaßorientiertere facebook Community wird eine Dienstleistung wie Rohrreinigung nicht wirklich überzeugen. Der Facebook Fan ist deutlich oberflächlicher, ein „gefällt mir“ könnte man eventuell einsammeln, die Dienstleistung Rohrreinigung jedoch könnte man über Facebook nicht wirklich bewerben, zumindest nicht ohne einen größeren finanziellen Kraftakt. Wir erinnern uns: Nur 0,05 Prozent aller Werbeaufwendungen bei facebook erreichen den Endkunden und auch hier muss der Facebook User schon mit dem Schlauchboot durch die Küche paddeln, damit die Rohrreiniger Werbung im Relevant Set landet (für den Rohrreiniger: jetzt pumpen…)
Die Japan Katastrophe hat gezeigt, Facebook Fans sind an der Oberfläche lebende spaßorientierte Menschen, denen es wichtig ist, einer Gemeinschaft anzugehören und dort aus dem realen Leben „berichten“ zu können: „ich geh dann mal Espresso trinken“ oder „freut sich auf den Urlaub“ (ab Mittwoch/Donnerstag wurden dann die Facebook Profile „politischer“ indem man die guten alten „Atomkraft nein danke“ Buttons ans Profilbild klebte…). Im Gegensatz dazu, ist der Twitterer durchaus an politischen Themen interessiert und der Zwang zu kommunizieren ist deutlich höher (für Rohrreiniger: Der Twitterer kommuniziert, NICHT du…)
Das Japan Drama hat zudem gezeigt: Twitter Kommunikation ist zum einen extrem kurzlebig, ist ein #hachtag (für den Rohrreiniger: spricht man „häschtäg“) erst einmal in den Trendthemen, wird gnadenlos zu dem Thema getweetet und geretweetet (der Rohrreiniger hat keine Chance in die #hachtag Trends zu gelangen). Die Halbwertzeit einer Information bei twitter ist (im Gegensatz zu Plutonium mit über 24.000 Jahren) eher im Minuten- oder Stundentakt zu sehen (der Rohrreinigerfirma, um beim Thema zu bleiben, muss deshalb dringend empfohlen werden, aus jeglicher Timeline Taktung auszubrechen). Zur Untermalung der These hier exemplarisch die Highlights der letzten Wochen: Ein Lügenbaron wurde von einem Diktator aus den Trends gedrängt, der wiederum hinter einer großen Welle in Deckung ging. Zwischen all diesen Trends nun rudert unverdrossen unser Kanzler: der Zick-Zack-Kurs geht vom sichersten Kraftwerk der Welt bis hin zur sofortigen Stilllegung (und auch Wendehals Röttgen findet die Diskussion um Kernkraft deplatziert und tritt dann aber doch auch in den Ruderklub ein):
Zwischendrin dann noch das perfekte Chaos (unvorstellbar, wenn dies einem Rohrreiniger passieren würde): Das Deutsche Atomforum wird attackiert. Unter dem Namen des Lobbyverbandes werden satirische und zynische Beiträge im Internet verbreitet. Besonders irritierend dabei die „Warnungen“ des vermeintlich „richtigen“ Accounts. Was richtig ist oder nicht, weiß in diesen Tagen ohnehin niemand mehr…
Wen also wundert es, dass in Folge auch die aufgescheuchte Twitter Gemeinde die wüstesten Vermutungen zwitschert (was wiederum blankes Entsetzen auf der Profiseite auslöst, es wird gar von der Unerträglichkeit des twitter Seins gesprochen…)
Inmitten des Kernschmelzwahns (ob der Rohrreiniger hier einen angemessenen Platz findet, darf nochmals angezweifelt werden) dann auch richtigerweise Mahner, die auf den Diktator hinter der Tsumaniwelle hinweisen und dann aber wieder die Rückkehr zu den “wirklich” wichtigen Themen…
Am Ende der Woche dann nochmals Aufregung bei twitter: Nachdem die #japan Katastrophe durch #magath und andere Banalitäten unterbrochen wurden, dann die deutliche Empörung über die deutsche Enthaltung zum Thema Flugverbot – wer will schon mit China und Russland auf der selben Stufe stehen. Das will nicht mal mehr der kostenbewusste Rohrreiniger…
Turbulentes Wochenende weiterhin durch zwei weitere bittere Nachrichten: Die Twitter Gemeinde trauert um #knut - und wieder schaut der Rohrreiniger in die Röhre, denn so süß wird er nie sein… Nachricht Nummer zwei: #klitschko hämmert medienunwirksam in der ersten Runde seinen Gegner nieder. Und weitere Irritation dann noch am Rande: Trotz Verlusten ist man in der Politik eigentlich immer irgendwie Gewinner…
Zwischenergebnis: Der Rohrreiniger hat aber bis an diese Stelle verstanden, dass TV Werbung teuer sein kann, er hat in diesem Zusammenhang noch das Wort „Streuverluste“ gelernt und damit die Verwirrung noch größer wird, erzählen wir ihm nun noch, dass die Fernsehforschung keinen Sensor an die Klotüren anbringt. Darüber hinaus kann sich der Rohrreiniger nicht sicher sein, dass sein Werbespot wirklich gesehen wird oder ob sich seine Zielperson am Kühlschrank befindet, um sich ein neues Bier zu holen, denn auch dort fehlt der Sensor…
Bis hier hin können wir darüber hinaus für Rohrreiniger und Stützstrumpfproduzenten festhalten: Während bei Facebook gilt, dass nicht jede geistige Blähung gepostet werden muss, wird bei twitter die Farbe der Blähung und der Geruch bis ins Detail diskutiert…
Frage: Was hat das alles jetzt mit der Überschrift zu tun? Antwort: zunächst einmal gar nichts, aber in der Wissenschaft gilt immer der Grundsatz einer hinreichenden Herleitung. Aus Rücksicht auf das allgemeine Bildungsdefizit des Landes wird an dieser Stelle die sozio-mediale Betrachtung unterbrochen, damit niemand durch allzu lange Texte überfordert wird. Morgen geht es weiter mit dem spannenden Thema High Noon: Das Social Media Duell im Morgengrauen oder wie der Rohrreiniger doch noch an kostengünstiges und vor allem effizientes Marketing kommt….
Nestlé – Es ist kompliziert und keine Einigung in Sicht
Vorsicht falsche Freunde, ist der Tenor eines aktuellen Spiegel Artikels. Der Autor verdeutlicht die beiden Seiten der facebook Klinge: Für die Marke ist die Ansammlung von potentiellen Kunden und Fans ein Mekka. Kundenkommunikation ohne Streuverluste, Kundenfindung und Kundenbindung ohne den Einsatz klassischer Werbedollars.
Auf der anderen Seite bedeutet das Fan-Konglomerat, dass auch Wettbewerber im Feindesland wildern können oder wie im Fall Kitkat, dass Greenpeace sich die Seite zu Agitationszwecken zu Nutze macht oder wie der Spiegel Autor es nennt: „Den Krieg dahin tragen, wo die Fans sind“.
Die Umweltschützer zogen in der Vergangenheit alle verfügbaren Register um den Schweizer Foodkonzern zu attackieren: Sie stellten einen viralen Clip ins Netz, in dem sich ein Kitkat-Riegel während des Verzehrs in einen abgehackten Menschenaffen-Finger verwandelt und verbreiteten ihn über das Web, sie wandelten darüber hinaus das Kitkat-Logo in der Kitkat Gruppe in eine Killer-Logo um und nicht zuletzt installierten sie ein Bannern am Nestlé Hochhaus.
Richtig stichhaltige Belege für ihre Thesen, so stellt der Spiegel und auch zahlreiche andere Blogs fest, liefert Greenpeace nicht und so mancher Betrachter fühlt sich instrumentalisiert (“alles konstruiert”).
Das Beispiel Kitkat zeigt, dass sich das Bild des klassischen Kommunikationsberaters deutlich gewandelt hat und Nestlé noch auf der alten PR Schiene rutscht (wie auch die Journalistenverbände), dass facebook Gruppen nicht unbedingt das Marketing Budget schonen, sondern durch Rettungsaktionen u.U. drastisch erhöhen und dass der Schuss auch nach hinten losgehen kann – und das zu gleichen Teilen für die Marke wie auch für den Angreifer, der sich und der Sache wie im Fall Greenpeace durch Agitation und Polemik nichts Gutes tut. Längst hat die Kitkat Gruppe aufgefordert, die Greenpeace Seite zu entern und den Slogan „Eure dummen Lügenmärchen retten keine Affen” zu posten.
Was Greenpeace in diesem Zusammenhang rettet: Kitkat-Aktivisten können sich durch den Verzehr von Schokolade gewichtsbedingt nicht von Hausfassaden abseilen, das Anbringen von Bannern würde somit entfallen.
Unser Vorschlag, zu diskurs-ethischem Verhalten zurückzukehren wurde bisher von keiner Seite angenommen – statt der von uns angebotenen demokratischen Schokolade Konzernschweigen auf der einen Seite und Phrasendrescherei aus dem Kletterlager.
Es ist kompliziert - hier also auch…
Steht da nicht drin
“Das Internet ist die Zukunft im Business”, so startete vor einigen Jahren ein beliebter TV Spot. Die Schlußfolgerung: “Wir müssen ins Internet – WIESO ? Steht da nicht drin…”
In einer ähnlichen Situation befinden wir uns jetzt: Wir müssen social media marketing betreiben. WIESO? Steht da nicht drin… ABER: wir machen einfach mal auf Verdacht mit…
Social Media Marketing, so können wir in der w&v nachlesen, kostet Zeit und Ressourcen und nur wenige Unternehmen können oder wollen beides aufbringen. Oftmals, das können wir als facebook marketing agentur festellen, scheitert es an Zuständigkeiten und authentischem Engagement.
Im social media marketing genügte es nicht, eine ausreichende Höhe an Spendings zur Verfügung zu stellen, wer sich nicht authentisch in der facebook Welt bewegt, wird als störend entfernt oder ausgegrenzt, einfach so eine Gruppe gründen, wird sofort bestraft (des halb stehen wir auch persönlich hinter allen Gruppen – oder haben authentische Partner).
Wer sich aber aus privaten Gründen dieser Welt verschließt, wird zukünftig nicht nur Awareness, sondern auch Image verlieren, was beides nicht über Mediabudgets zu kompensieren ist, denn die “alte Werbewelt” verändert ihr Gesicht und eine deutliche Marketing Trendwende ist zu verzeichnen. Die einst so glänzende TV Wunderwelt mutiert zur Oliver Geissen TV Gemeinschaft, in den USA werden die Budgets für Printwerbung und Online-Marketing grundlegend verschoben, soziale Netzwerke nehmen zunehmend einen größeren Stellenwert im Marketing ein und haben inzwischen ein durchschnittliches Budget von 32,5 Prozent gegenüber 30,3 Prozent für herkömmliche Printwerbung. Pepsi hat beispielsweise über 20 Millionen Dollar in Online-Werbung investiert und reduziert dafür auch seine Ausgaben im Bereich der TV-Werbung. In Europa lassen derartige Trends zwar noch auf sich warten, aber im Zeitalter globaler Marken und Konzerne kann man auch in Deutschland auf diesen Trend warten.
Fazit: Social Media ist die Zukunft im Business. Wir müssen social media anbieten! WIE? Steht “da” nicht drin…
Wo dann???
HIER !!!
Roding – Der Schleier wird gelüftet.
Auch wenn man ein Auto im Rahmen der Weltpremiere verhüllt, statt es zu enthüllen, so bedeutet das nicht, dass man auch weiterhin nicht über das Auto berichten will.
Am 30.11.09 um 21.15 Uhr wird der außergewöhnliche Roadster auch im Fernsehen zu bewundern sein. Neben Einblicken in die Fertigung und Fahrzeugpräsentation des Roding auf dem IAA Messestand, gibt es exklusive Bilder vom ersten Test des Prototypen auf dem Flugplatz Bayreuth zu sehen. Der Beitrag in Auto Motor und Sport TV wird auf dem Sender DMAX ausgestrahlt.
Weitere Videobeträge im Roding Channel auf youtube.
Das Aus für die Essen Motor Show
“Wenn du willst, dass Alles bleibt wie es ist, musst du Alles verändern”, ein alter Spruch aus einem alten Film, den aber die Messeleitung der Essen Motor Show nicht berücksichtigt hat. Deren Motto war “viel Geld für wenig Erlebnis” und damit haben sie die Besucher und auf lange Sicht auch die Aussteller vergrault und somit dem Wettbewerb die Türen geöffnet. Wen wundert es also, dass die Messe Friedrichshafen zukünftig die internationale Tuning & Sportwagen Show in der Messe Westfalenhallen Dortmund veranstaltet– Premieren-Termin: 11. bis 14. November 2010

Branchenvertreter und Fans von Tuning- und Sportwagen können sich im kommenden Jahr auf ein neues Messe-Highlight freuen: Vom 11. bis 14. November 2010 stehen bei der „MY CAR – Internationale Tuning & Sportwagen Show“ in der Messe Westfalenhallen Dortmund veredelte und sportliche Fahrzeuge im Rampenlicht. Der klar definierte Fokus macht die Hersteller, Tuner und Ausrüster dieser Autos zu Hauptdarstellern der automobilen Messewelt und transportiert den Besuchern die Freude an der Individualisierung „meines Autos“. Veranstalter der MY CAR ist die Messe Friedrichshafen, die ihr Projekt TUNING WORLD BODENSEE in nur sieben Jahren zu Europas größtem Messe-Event für Auto-Tuning, Lifestyle und Club-Szene geführt hat.
„Durch den permanenten Dialog mit den Branchengrößen haben wir unser Erfolgskonzept weiter entwickelt und wollen künftig auch im Westen Deutschlands einen Treffpunkt mit Ausstrahlung für Industrie, Handel und Automobilfans bieten“, erklärt Klaus Wellmann, Geschäftsführer der Messe Friedrichshafen. „Dortmund als etablierter Messestandort erweist sich mit seiner Lage im Ballungsgebiet Nordrhein-Westfalen und der Nähe zu den Benelux-Staaten als ideale Bühne für die internationale Tuning- und Sportwagen Show.“
Das Projektteam der MY CAR rückt in Dortmund die sportlichen Automobile und den Spaß am Tuning konsequent in den Vordergrund. Projektleiter Dirk Kreidenweiß: „Durch unsere enge Verbindung zu den Ausstellern und der Club-Szene sind wir in der Lage, ein emotionales Spiegelbild der Branche abzubilden und mit einem aktionsreichen Entertainment-Programm zu kombinieren. Im Frühjahr begeistern wir damit die Massen zur TUNING WORLD BODENSEE, zukünftig lassen wir den Funken auch auf das Ruhrgebiet überspringen.“
Mehr zum Thema Auto und Tuning:
Weitere Tuning News finden Sie in unserem Auto Magazin
Jack Wolfskin – ein erstes Fazit
Wochenenden sind immer gut, um hitzig geführte Diskussionen der Woche in Ruhe aufzuarbeiten und zu überdenken. Deshalb soll an diese Stelle das Jack Wolfskin Desaster nochmals betrachtet werden.
Der Fall zeigt in erster Linie, dass sich die klassische Pressearbeit geändert hat. Früher konnte man Markenbotschaften über das Transportvehikel Pressekonferenz mit ca. 20 Journalisten führender Tageszeitungen oder Magazine relativ gezielt und punktgenau verbreiten. Heute, so durften wir letzte Woche sehen, bekommen 10 Anwaltsbriefe Dank der Blogosphäre sehr schnell eine ungewollte Öffentlichkeit. News verbreiten sich im Web 2.0 nun mal wesentlich “unkontrollierter” und schneller.
Die aus früheren Zeiten bekannte professionelle PR Arbeit nimmt schnell eine emotionale Fahrt auf, die vom Markeninhaber kaum noch gesteuert werden kann.
Der Versuch einer Rückkehr zur Rationalität wird von einzelnen Usern sofort ins Gegenteil gekehrt:
Zitat von Manfred Hell: “An der großen Emotionalität, mit der die Debatte geführt wurde, sehen wir, wie hoch die Erwartungshaltung an uns ist. Dem wollen wir gerecht werden. Wir haben uns der Kritik gestellt, unser Vorgehen kritisch durchleuchtet und werden in Zukunft sensibler agieren.”
Übersetzung:
Wir hatten nicht damit gerechnet, daß es zu einem solchen Aufstand kommt, weil wir das schließlich seit Jahren so machen. Bisher sind wir damit noch immer durchgekommen. Ärgerlich nur, daß die Leute, die uns unser Image als ehrliche Naturburschen (und unser Zeug) bisher abgekauft haben, jetzt mitbekommen haben, daß wir den Raubtierkapitalismus neu definiert haben. Bevor das Desaster für uns jetzt noch größere Ausmaße annimmt, fressen wir etwas Kreide und hoffen, daß sich die Wogen bis zum Weihnachtsgeschäft noch glätten lassen. Wir werden versuchen, uns in Zukunft nicht wieder erwischen zu lassen. (Quelle: www.werbeblogger.de)
Twitter und Co. senden einzelne Negativ-Kommentare unreflektiert in digtale Welten, der Einzelne bekommt einen ungeahnten emotionalen Hebel, der mit klassischen kommunikativen Maßnahmen nicht mehr abzufedern ist.
Fazit: Nachdem der Jack Wolfskin Marken Suizid sich bis in die Foren der Kernverwender verbreitet hat und Sahara- und Bergsteigerforen sich massiv gegen den Kauf unethischer Produkte ausgesprochen haben, dürfte es recht schwer werden, diesen Markenschaden wieder zu beheben.
Spannend wäre es zudem, wenn ein guter Jurist die Position von Jack Wolfskin hinterfragen würde. Hier könnte sicherlich auch noch das eine oder andere Wolfsfell davon schwimmen…
Jack Wolfskin hat sich die Tatze verbrannt!
Mit dem Abmahnversuch an stickende Hausfrauen und Bastler hat sich Jack Wolfskin gründlich die Marke und das Geschäft ruiniert. Heute ging es nun durch den w&v Ticker: nach über 3.300 Twitter-Einträgen und fast 1.000 Kommentaren auf Spiegel Online zieht der Wolf den Schwanz ein.
Das Beispiel Wolfskin reiht sich ein in eine Reihe von missglückten Abmahn-PR-Super-Gaus (auch die Altkleidersammlung des Roten Kreuzes war davon schon betroffen).
Irgendwann sollte es dem Management einleuchten, dass wieder echte Marketing-Profis sich um Marketing und PR kümmern sollten statt Abmahnanwälte und selbsternannte Social Media Päpste.
Wir empfehlen: Kreatives Guerilla Marketing und die Advocard ruhig mal stecken lassen!
