Artikel-Schlagworte: „Betrugs-Portal“

Freut sich auf Dienstag

Während die Agenturszene in der neuen w&v weiterdiskutiert, ob nun das Ende von Social Media naht oder doch nicht, hat die PR Agentur mit dem Monitoring System ganze Arbeit geleistet und das angelsächsische Seitensprungportal in den deutschsprachigen Markt geworfen, ohne den häßlichen Beinamen “Betrugsportal”. Da wir aber noch nicht ganz überzeugt sind, ob das Monitoring Tool der PR Agentur wirklich so gut ist, oder ob es einfach nur  google alert ist, lassen wir diesmal sowohl den Namen der PR Agentur weg als auch den Namen des Fremdgeh-Portals (aber das nur am Rande…).

Die Presse ist zwiegespalten: Ist ein Portal dieser Art nun verwerflich oder sehr verwerflich. Der Leiter einer Organisation für Seelsorge und Sexualethik findet keine freundlichen Worte für “solche” Angebote (von geistlichen Übergriffen an Kindern und Schutzbefohlenen spricht er nicht).

Die Frage, die sich an dieser Stelle stellt: Warum nur herrscht in diesem Lande ein derartiger Aufschrei? Schließlich gibt es seit ewigen Jahren wesentlich bessere Erotik-Portale, die zudem noch kostenlos sind. Man gibt seine Neigungen an und kommt unkompliziert und gezielt zur “Lösung”. Warum also stürzt sich die Presse jetzt so gezielt gerade auf dieses Portal? Ist es die Person des Gründers? Wenn er Zuckerberg heißen würde, könnte man das ja vielleicht noch nachvollziehen…

Die Antwort auf diese Frage könnte man natürlich mit dem Begriff “gesellschaftliche Doppelmoral” fixieren, aber so einfach soll man es sich ja doch nicht machen. Ein weiterer Lösungsansatz könnte die zunehmende Asexualität in Kombination mit Kommunikationsverlust sein. Eine ganze Gesellschaft hat ihre Seele und vor allem ihre Sexualität an ein puritanistisches Facebook verkauft. Und plötzlich kommt ein weiteres angelsächsisches Portal und bietet Anonymität und Sexualität an – ein wahrhafter Skandal.

Einen weiteren Erklärungsansatz liefert das Phänomen “Echtzeitkommunikation“. In die asexuelle Reihe von Postings wie “schwingt sich aufs Motorrad und geht einen Espresso trinken“, “salzburg”, “ich geh mal eben kacken”, “sonne”… reiht sich ein kurzes “skandal” und dann kann man wieder zum “ich geh mal eben espresso trinken” übergehen…

Wahlweise, um die Spannung zu erhöhen: Freut sich auf Dienstag

Monitoring Tools & Strategie

Der Netzökonom bringt es auf den Punkt:  Den Unternehmen fehlen die Strukturen für Social Media. Nur 5 Prozent aller Firmen haben eine eigene Social Media Abteilung.

Während man in großen Konzernen sonst eigene Marktforschungsabteilungen betriebt, Marktforschunsginstitute und Trendforscher beauftragt, um Entscheidungen auf fundierte Grundlagen zu stellen, geht man in die Social Media Welt sehr bauchgesteuert. Nur 24 Prozent aller betrachteten Unternehmen verfügen laut Netzökonom über Analyse und Monitoring Tools.

Unsere eigene Forschung (Betrugs-Portal) hat gezeigt, dass PR Agenturen in aller Regel über ein entsprechendes Monitoring oder zumindest über wie auch immer geartete Alert Funktionen verfügen und entsprechend schnell reagieren, Konzerne hingegen personell unterbesetzt oder desinteressiert sind bzw. andere Schwerpunkte setzen. Im Fall Techem, den wir am Montag als “Testballon” steigen ließen, ist bis heute keine Reaktion zu verzeichnen. Wir vermuten, dass die Verantwortlichen im Urlaub sind. Krisen dürfen in solchen Unternehmen also nur außerhalb der Urlaubszeit stattfinden.

Wir sind sehr gespannt, ob sich noch jemand aus dem Hause Techem melden wird. Unsere Monitoring Studie liegt zur Abholung bereit…

Neues Betrugs-Portal

“Yamaoka macht PR für Betrugs-Portal” konnten wir heute in der w&v lesen. Schade eigentlich, war unser erster Gedanke: Da kommt eine Seitensprungagentur (so der wesentlich vornehmere Name) nach Deutschland und wird gleich mit dem hässlichen Namen “Betrugs-Portal” belegt und das obwohl es eine PR Agentur namens Yamaoka PR damit beauftragt hat, wahrscheinlich genau dieses zu verhindern (Noel Biderman, der Gründer des Betrugs-Portals wurde laut w&v  im angelsächsischen Raum  bereits zum „König der Untreue“ gekürt).

Warum aber macht sich eine Guerilla Marketing Agentur Gedanken über ein Betrugs-Portal und die dazu gehörige PR Agentur namens Yamaoka? Ganz einfach: Wir wollten mal sehen, ob Yamaoka ein gutes Monitoring Tool hat und auf unseren Guerilla Blog kommt. Die Frage ist natürlich auch: Wie oft muss man Betrugs-Portal auf eine Seite schreiben, damit man als Guerilla Marketing Agentur bei Google auf die vorderen Plätze kommt, aber das ist ein vollkommen anderes Thema…

Und so veröffentlichen wir diesen Beitrag und sind gespannt, wann sich jemand aus dem Hause Yamaoka meldet, damit wir uns mit ihm über Analysetools, Monitoring und Guerilla Marketing Maßnahmen unterhalten können.

Übrigens: wir haben ein sehr gutes Monitoring Tool…



Google Trends
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