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Exkurs: Heilige Drei Könige
In Stuttgart ist heute Feuertag, ob Frau Westerwelle, der heute auf dem FDP Parteitag eine Rede schwingt, danach noch zu den Königen gehören wird, ist jetzt noch nicht ganz sicher…
In Bayern ist heute Feiertag, deshalb auch heute kein neuer Trend für 2011. Morgen geht es dann weiter mit Trend 4: Sozial-kognitive Dissonanz (für alle Pisa gebeutelten Schüler und Studenten: Selbstverständlich werden wir die bösen Fremdwörter übersetzen….)
Und für alle, die heute dennoch nach einem Trend lechzen: Das durchschnittliche Zuschaueralter der ARD Seher ist 60 plus und wird Dank der neuen Intendantin Monika Piel auch sicherlich weiterhin zunehmen – neue Einnahmequelle der ARD demzufolge der Rentner-Shop mit warmen Decken, Filzpantoffeln und lustig bunten und warmen Fernsehsocken.
Die ARD hat noch nicht bestätigt, dass Monika Piel vor ihrer Neujahrsansprache in die Facebook Gruppe “Wo ist mein Balkon? Ich muss zu meinem Volk sprechen” eingetreten ist. Ebenfalls unbestätigt ist der Plan der feindlichen Übernahme von Google.
Nach Frau Piel, die sich nach ihrer Ansprache an ihr Volk im Internet verlaufen hat, wird derzeit noch gesucht. Wir hoffen alle, dass es der netten älteren Dame gut geht. Sachdienliche Hinweise, wo sich die verwirrte WDR-Chefin befindet, nimmt jeder Internetexperte entgegen.
Ebenfalls unbestätigt ist das Gerücht, die ARD habe eine größere Anzahl an Rudergeräten gekauft, um nach Ansprachen von Frau Piel zurückrudern zu können. Die Rudergeräte können über die Generalsekretärin der ARD, Frau Verena Wiedemann ausgeliehen werden.
Für alle ARD Verantwortlichen: Wir veranstalten Workshops und zeigen, wie man sicher durch den WIRRklichkeitsRAUM kommt.
Trend 1: Arbeiten im WIRRklichkeitsRAUM
Trend 2: Die Religiosität der Marke
Trend 3: Echtzeitkommunikation
Trend 4: Sozial-kognitive Dissonanz
Trend 5: Das Zeitalter der Charismatiker
Trend 6: Intuitive Ballistik – Das Ende der Zielgruppe
Trend 7: Das Ende der Politischen Korrektheit
Frank Plasberg – es gibt noch guten Journalismus
Der gestrige Abend war ein Hoffnungsschimmer im deutschen Fernsehen. Fernab der quotenheischenden Shows mit den Dieter Bohlens der Medienwelt zeigte Frank Plasberg, dass man journalistisch mit Fingerspitzengefühl an ein sehr heikles Thema gehen kann: sexueller Missbrauch durch Mitglieder der katholischen Kirche.
Kurz zusammengefasst: es war eine intelligente und sensible Moderation zwischen zwei verhärteten Fronten. Auf der einen Seite das Opfer und auf der anderen Seite ein Vertreter der Tätergruppe, die durch Beigabe eines bornierten Journalisten deutlich Abstand von Reue nahm.
Frank Plasberg schaffte es, dem Opfer Norbert Denef Freiraum zu geben, sich seine Qualen öffentlich von der Seele zu reden, stellte sich mutig vor das Opfer, wenn er von verbalen, weit über das Ziel gehenden Attacken des Kirchen-Journalisten Andreas Englisch getroffen wurde und durchleuchtete differenzierend das Thema von allen Seiten.
Plasberg schaffte es aber auch, die Diskussion vom reinen Täter-Opfer-Gespräch auf die tatsächliche Dimension zu lenken: der Umgang der Institution katholische Kirche mit dem ThemaVerbrechens-Aufklärung und Prävention. (Statt echte Reue zu zeigen, scheint die katholischen Kirche den agressiven PR-Weg vorzuziehen und setzt lieber der Justizministerin eine 24 Stunden Frist, weil sie das Thema sexueller Missbrauch deutlich näher an der Staatsanwaltschaft als an der katholischen Kirche sieht.)
Der eigentliche “Held” der Sendung war jedoch Heiner Geißler, der mit Intelligenz, exzellenter Bildung und großer Gelassenheit der Demagogie des unversöhnlichen Kirchen-Journalisten Einhalt gebot: „Die Kirche erhebt einen hohen moralischen Anspruch, unnötigerweise besonders in sexuellen Fragen. Deswegen stehen diese Missbrauchsfälle in besonderer Diskrepanz zu ihrem hohen moralischen Ross.“
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