Social Media Analyse: Alles auf eine Karte – Deutschlandcard & Co.

Im Jahr 2010 konnte man im Spiegel harsche Kritik an Rabattsystemen wie Deutschlandcard oder Payback lesen. Verbraucherschützer hatten stichprobenartig 50 Prämien unter die Lupe genommen und kamen zu dem vernichtenden Urteil, dass viele Produkte trotz Rabatt teurer als in einem vergleichbaren Onlineshop waren. Im Durchschnitt, so die Verbraucherzentralen, waren manche Artikel in Onlineshops 20 Prozent billiger zu haben als bei Payback und die vermeintlichen “Traumprämien” bei der Deutschlandcard hätte man sogar im Schnitt 27 Prozent günstiger besorgen können. Der Deal „Privatsphäre gegen Rabattmarken“ schien also ins Wanken zu geraten.

 Deutschlandcard

Wie aber schaut die Welt im Jahre 2012 aus? Eine klassische Frage, die man mit einer Social Media Analyse beantworten kann. Ein Blick in die Facebook Seiten der beiden Konzerne zeigt, dass Deutschlandcard zwar mittlerweile auch einen Tankpartner gefunden hat, aber immer noch hinter Payback her läuft: 501.000 „gefällt mir Klicks“ und laut eigener Angabe mit rund 20 Millionen aktiven Kartenbesitzern Deutschlands führendes Bonusprogramm.

Deutschlandcard hingegen ist bei Facebook wesentlich bescheidener: Das Bonusprogramm für Deutschland. Mit knapp 6.000 Fans ist Deutschlandcard deutlich kleiner als der Marktführer und was darüber hinaus auffällt: Nur 107 Fans sprechen darüber (bei Payback sind es zumindest 10 Prozent).

Was aber sagt die Social Media Analyse über die Deutschlandcard? Untersucht wurden deutschsprachige soziale Netzwerke über den Zeitraum von einem Jahr (08.06.2011 bis 08.06.2012). Gefunden wurden zum Thema Deutschlandcard in diesem Zeitraum 355 Beiträge in 65 Netzwerken.

Im Vergleich zu Payback schneidet DeutschlandCard bezüglich der Verfügbarkeit in den Handelsketten schlechter ab. Ein von uns durchgeführtes Mystery Shopping in zwei Großstädten zeigt, dass in keiner der Edeka Filialen nach der Deutschlandcard an der Kasse gefragt wird.

Kritisiert wird in Zusammenhang mit der Deutschlandcard der Verfall der Punkte.

Bei allen Rabattsystemen wird vor einer Offenlegung privater Daten und deren Weiterverwendung durch Dritte gewarnt.

Auch der Spiegel Artikel aus dem Jahr 2010 „lebt noch“: Kritiker weisen darauf hin, dass durch den Kaufanreiz durch Rabatte häufig kein Geld gespart, sondern mehr ausgegeben wird.

Wer die gesamte Deuschlandcard Social Media Analyse  (Kurzform) als Powerpoint Übersicht haben möchte, kann diese gerne per Mail anfordern.

 

 

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