DAS Marketing BUCH: Markteinführung ohne Streisand-Effekt

Christian Henne  brachte es gestern auf den Punkt: Ausgehend von der bekannten These, dass die Google Suchergebnisse und Suchvorschläge von den neutralen rein durch User erzeugten Nachfragen beeinflusst werden, verstärkt jeder Blogeintrag, jede redaktionelle Erwähnung, jeder Tweet etc. das Gesamtergebnis.

Unterstellt man darüber hinaus, dass viele Redaktionen und Blogger ein brisantes Thema diskutieren, dann erzeugt das natürlich jede Menge Backlinks für eine Google-Bewertung mit großen Effekten.

Die Frage ist dann, ob dies alles mit voller Absicht passierte, weil ein Buch auf den Markt gebracht werden soll oder eine Agentur gegründet wurde? Oder ob es nur ein „Versehen“ war und der Streisand-Effekt tatsächlich übersehen wurde (und schon gibt es Stimmen, die überzeugt sind, dass es Alternativen zu Bettina Wulffs PR Agentur gibt).  Ein Blick in Google Insights for Search zeigt, dass „das Thema“ mit und ohne Rotlichtausprägungen defacto nicht mehr vorhanden war…

Bettina Wulff PR

Am Ende des gestrigen Tages war bei Twitter dann noch der Aufruf zu finden, dass man „bettina wulff schmeckt lecker nach hähnchen“ googeln sollte, aber das würde jetzt zu weit führen…

Wenn man jetzt boshaft wäre, müsste man sagen, dass der der Streisand-Effekt als Mechanismus im Rahmen von Guerilla Marketing Kampagnen nicht ganz so neu ist. Mit einer Formulierung wie: „Warum warten Sie nie in unserem Callcenter – weil wir keinen brauchen“, konnte man sicher sein, dass eine Aufsichtsbehörde nicht nur mit einem blauen Brief, sondern mit einer einstweiligen Verfügung winkte, was die PR Abteilung dann wieder aufgreifen konnte: „Große deutsche Behörde gegen kleine finnische Firma…“ (mehr zu dem Thema in unserem Workshop „Virales Marketing“).

Guerilla Marketing

 

Fakt: Der Streisand-Effekt wird seit den beiden Klagen neu überdacht werden müssen. War er bisher eine Tollpatschigkeit oder Unüberlegtheit, die ein eingeschlafenes Thema aus Versehen wieder zum Leben erweckte, so ist der Streisand-Effekt spätestens seit diesem Wochenende ein ernstzunehmendes virales Tool, das gezielt für Guerilla Marketing Aktionen eingesetzt werden könnte…

Und was hat das jetzt mit dem Marketing Buch von Mind Store Marketing zu tun?? Ganz einfach: Wir haben uns entschlossen, auch als Guerilla Marketing Agentur NICHT mit dem Streisand-Effekt zu arbeiten, um unser Buch zu promoten. Der Einsatz von Anwälten ist auch nicht geplant, wir probieren es mit klassischen Methoden:

NEUGIERIG MACHEN…

Morgen, also kurz vor dem Aufbruch zur dmexco (jetzt wäre auch das Keyword platziert), wird der Vorhang ein wenig gelüftet und der unautonome Angstgartenzwerg  wird KURZ vorgestellt….

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