Car2go: Unterbrechung des Praxistests wegen negativer Meinung eines Keyinfluencers

Posted by on Sep 28, 2012 in Social Media Analyse, twitter | 2 Comments

Wie nur, fragten wir uns, schafft man es, bei Car2go Fragen zu einem Firmenaccount zu stellen, ohne sich vorher anzumelden? Auf der Firmenkundenseite nur die Aufforderung, sich zu registrieren, aber genau das wollten wir ja nicht sofort…

Die reden nicht mit jedem, war der erste Gedanke und auch ein Blick auf die Car2go Presse Seite zeigt: Nur Emailadressen, keine Telefonnummern. Die reden wirklich nicht mit jedem, war dann auch der zweite Eindruck, der dann durch einen Blick ins Impressum nochmals bestätigt wurde, auch hier keine Telefonnummer, wie bei den anderen Carsharing Anbietern. Mercedes eben, die verkaufen ja auch nicht jedem ein Auto, aber das ist nochmals ein vollkommen anderes Thema (mehr dazu in unseren Vorträgen und Keynotes).

Das Blog von Thomas Knüwer verdeutlicht in diesem Zusammenhang zwei Dinge: Car2go hat noch viel in Sachen Service und Kundenfreundlichkeit zu lernen und Car2go ist nicht an der Meinung eines Keyinfluencers interessiert.

Thomas Knüwer schildert unter den Titel „Warum ich nicht mehr Car2go nutze – DriveNow aber sehr gern“ seine Erlebnisse mit Car2go und warum er sie nicht mehr nutzt: Kundenunfreundlichkeit. Die Daimler-Tochter, das räumt Knüver klar ein, war zwar sachlich im Recht, aber manchmal hält man leichter einen Kunden durch Kulanz und gewinnt, wenn es wie in diesem Fall ein Keyinfluencer ist, noch ein neuer dazu. Umgekehrt: Gegen Überschriften wie „Warum ich nicht mehr Car2go nutze – DriveNow aber sehr gern“ kann dann die eigene PR Arbeit nur schwer ankämpfen. Eine positive Pressemeldung wie „25.000 neue Car2go Kunden in Hamburg“ verpufft, weil der Leser ohnehin von toten Accounts ausgeht.

Ein Blick in unsere Social Media Analyse Carsharing zeigt, dass das Thema zunimmt, und dass auch Car2go wegen seiner Aktivitäten in Berlin und diverser Pressemitteilungen im Fokus ist, aber es scheint wohl Car2go Policy zu sein, den deutschen Markt aus einer Festungssicht erobern zu wollen. Eine mutige Strategie. Vorbei die Zeiten, in denen man Journalisten und Blogger eingeladen hat, sich persönlich ein Bild zu verschaffen, heute straft man sie wohl compliancekonform mit Leerformeln.

In diesem Sinne: Ein schönes Wochenende…

 

 

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2 Comments

  1. Norbert Kindt
    1. Oktober 2012

    Liebes mindstoremarketing,

    wir reden selbstverständlich mit unseren Kunden und zwar mit allen – egal ob Schüler, Angestellte oder Firmeninhaber. Für Kunden, die lieber das persönliche Gespräch suchen, anstatt über E-Mail zu kommunizieren, stehen wir in allen Städten in unseren car2go Shops zur Verfügung oder es lässt sich per Mail eine Rückrufbitte platzieren. Unsere laufenden Qualitätsevaluationen zeigen ein großes Maß an Kundenzufriedenheit. Dass bei mittlerweile 80.000 Kunden allein in Deutschland auch mal der eine oder andere Kunde nicht zufrieden mit unserem Service ist, ist natürlich bedauerlich und sollte nicht passieren, kommt aber leider – wie in allen Unternehmen – gelegentlich vor. Wir bemühen uns in strittigen Fällen hier stets kulant zu reagieren, auch dies stößt jedoch gelegentlich an Grenzen.
    In der Pressestelle beantworten wir selbstverständlich alle Anfragen von Journalisten und Bloggern und laden diese jederzeit gerne ein, sich persönlich ein Bild von car2go zu machen. Das schliesst Besuche hinter den Kulissen oder das Bereitstellen spezieller Zahlen genauso ein, wie Testfahrten oder persönliche Gespräche mit unseren Shopleitern, Flottenmanagern oder Kundenbetreuern. Zu speziellen Events achten wir darauf sowohl die Kollegen der klassischen Printmedien als auch Blogger zu berücksichtigen.
    Auf allen Pressemeldungen stehen die Konjtaktdaten der Pressestelle (auch die Telefonnummer), so dass Sie hier jederzeit in Kontakt treten können.
    Ich habe großes Verständnis, dass man in seinem Blog auch gerne Unternehmensbashing betreibt, zu gutem Journalismus sollte jedoch meines Erachtens gehören, beide Seiten zu ihrer Sicht der Dinge zu befragen.
    Freundliche Grüße,

    Norbert Kindt

    By the way:
    Die “toten Accounts” in Hamburg halten sich stark in Grenzen: Mehr als
    23.000 unserer 25.000 Kunden nutzen unseren Service hier in Hamburg aktiv. Ein Fünftel der Kunden sogar mehrmals pro Woche!

  2. Dr. Torsten Ambs
    1. Oktober 2012

    Guten Journalismus betreiben wir auf http://www.automotivelounge.de hier betreiben wir als Guerilla Marketing Agentur “Intuitive Ballistik” in Verbindung mit provozierendem Infotainment. Von Unternehmensbashing sind wir weit entfernt, persönliche Mail, die Carsharingstudie sowie eine persönliche Einladung geht parallel per Post raus…

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