Monthly Archives: Mai 2012

Save the Date: 14. Juni Stuttgart – Wissenschaft trifft Praxis

Am 14.6. findet in den Räumen der Akademie der media GmbH in Stuttgart ein Treffen zwischen Wissenschaft und Praxis statt. Vortragstitel:

Robinson Krösus Flucht aus dem automobilen WIRRklichkeitsRAUM oder: wie gelangt die Automobilindustrie in die Lebens-Fernbedienung und begeistert den multioptionalen Ich-Sender?  

Untersucht werden sozio-virtuelle Welten, mediale Verschmelzungen, vernetztes Denken, das Ende der Zielgruppe sowie eine damit verbundene Notwendigkeit der Clusterung von Zielpersonen. Ansatzweise wird versucht, eine neue Typologisierung als Orientierung für das Marketing zu geben.

Das Auto stellt den roten Faden durch die Studie dar, die aufgrund fundierter empirischer Forschungen, Einzelexplorationen und Social Media Analysen entstanden ist.

Datum: 14. Juni 2012

Zeit: 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Ort: Akademie die media GmbH in Stuttgart

Adresse: Tübinger Straße 12-16 in 70178 Stuttgart

 

 

Dekontextuierter Wochenstart

Es konnte an anderer Stelle bereits gezeigt werden, dass die Headline wichtiger als der Inhalt ist und so soll die Woche auch dekontextuiert begonnen werden.

Italien: Erdbeben vernichtet tonnenweise Parmesan-Käse: Muss die Pasta bald ohne Parmesan auskommen?

“Gottes Segen” gibt Bundespräsident‪#Gauck‬ Norbert ‪#Röttgen‬ zum Abschied mit auf den Weg – und Peter ‪#Altmaier‬ zum Start ins neue Amt.

Hierzu ein Zitat von Sloterdijk:  Der homo religiosus, der sich mit surrealen Riten an die Überwelt wendet, darf den verdienten Abschied nehmen.

…und wo wir gerade beim Thema Philosophie sind:

 

Mind Store Marketing wünscht einen guten Start in die neue Woche…

facebook der neue zockerwert an internationalen börsenplätzen oder: warum zalando bald eine neue abteilung aufmachen muss

Herr Zuckerberg war raffiniert: Zwei-Klassen-Gesellschaft bei Facebook. Wer zur Kaste der Nicht-Bestimmer gehört, kann die Facebook Aktie eigentlich nur als Privat-Wette verstehen – teilhaben geht anders…

Wen wundert es also, dass das Zockerpapier mit WKN gestern nicht aus dem Quark kam und Zalando wohl mit allen Greenshoes des gestrigen Tages einen neue Schuh-Abteilung aufmachen könnte…

FACEBOOK INC.A DL-,000006 OnVista Chart
OnVista – mehr Informationen zur Aktie FACEBOOK INC.A DL-,000…

Crowdguessing Brokerage: Trading für Arme

Die Facebook Aktien, so kann man heute überall lesen, werden für 38 Dollar ausgegeben. Das bedeutet so viel, dass Facebook bzw. Mark Zuckerberg ca. 16 Milliarden Dollar in die Kriegskasse gespült bekommt.

Rechtzeitig zum Börsengang startet das Handelsblatt mit einer „spektakulären Innovation“: Via twitter oder Facebook können User eine Schätzung abgeben, wie viel die Aktie am Ende des Tages Wert ist.

An dieser Stelle kommt dann die irritierte Frage zum Wochenende auf: Gibt es denn die Börse nicht mehr?? Dort konnte man früher solche „Wetten“ gewinnbringend platzieren…

Fazit: Crowdguessing – für alle, die sich nicht mehr trauen, Entscheidungen zu fällen, aber doch noch ein wenig dabei sein wollen…

Das Restaurant am Ende Des Universums oder: Warum Autohäuser von einem anderen Planeten sind

Man muss nicht untergehen wenn man Dingen auf den Grund geht oder: Warum die Göttin im Sandkasten in Social Media Analysen so oft vorkommt und die Autoindustrie unbedingt umdenken sollte, das war der Titel der Keynote am letzten Donnerstag im Rahmen des Social Media Monitoring Summit. Es konnte gezeigt werden, dass sich die Automobilindustrie in einer massiven Umbruchs- bzw. Aufbruchsphase befindet. Für alle, die bis dahin die Göttin im Sandkasten noch nicht kannten, an dieser Stelle der Link zu dieser zentralen Typologisierung. Für alle, die sich mit dem Umbruch und Aufbruch auseinandersetzen wollen, hier noch einige grundsätzliche Überlegungen

Jeder, der sich ein Auto kaufen will, kennt das Bild: Autoverkäufer, die sich hinter Monitoren verstecken oder die mit Kollegen in einer heftigen Diskussion verstrickt sind. In Autohäusern lebt oftmals noch die 70er/80er Jahre Verteilungsdenke, dass es heute nicht mehr ausreicht, Fußmatten als Opfergabe zu reichen, ist in so manches Autohaus noch nicht vorgedrungen. Es herrscht die alte Festungsdenke: My Autohaus is my Castle. Dass der Verbraucher keine Lust hat, das Autohaus zu stürmen, kommt dem Mann hinter dem Computermonitor nicht in den Sinn und dass sich der Verbraucher heute mehr virtuell, denn real lebt oder sich zumindest virtuell und App-gestützt durch die Gesellschaft bewegt, noch weniger.

Autohaus König

Früher Autohaus König – Jetzt: Restaurant…

Wenn der Konsument nicht zum Autohaus kommt, dann muss das Autohaus zum Konsumenten kommen. Medienkonzern haben dies schon lange erkannt und veranstalten deshalb in angesagten Locations Parties oder andere Events und der Radiomoderator legt vor Ort auf, alle Stars des Senders sind zum Anfassen dort und alle, die den Sender bis dahin nicht kannten, kennen ihn ab sofort. Übertragen auf die Autobranche bedeutet dies, dass das Auto zum Kunden kommen muss und/oder der Kunde mit anderen “Leckerchen” geködert werden muss – APPetit Anregung ist gefragt!

Ein Auto kauft man ca. alle 3-5 Jahre. Das bedeutet für den Autoverkäufer: Drei Jahre hinter dem Monitor warten oder in aller Ruhe an seiner Kollegin baggern. Dumm dann, wenn die Konkurrenzmarke im entscheidenden Jahr ein begehrteres Modell auf den Markt bringt, dann hat man zwar wieder mehr Zeit zu Baggern, aber welche Vertriebsfrau steht schon auf leere Konten beim Baggerkollegen…

Im Gegensatz hierzu: Der Mensch ernährt sich nicht alle 3-5 Jahre, sondern eher alle 3-5 Stunden. Nutzt man diesen Umstand aus, dass er Bundesbürger seit 2010 wieder mehr zum Essen geht und dafür auch mehr ausgibt, dann stellt sich dir Frage, warum ein Autohaus nicht zum stylischen Restaurant mutiert. Italienisches Lifestyle bei Fiat? Savoir vivre bei Peugeot? Lounge Atmosphäre bei Mercedes? Die BMW Welt, die Autostadt oder andere markentempel machen es ansatzweise vor: Jazz, Kunst und Awards. Was jetzt fehlt ist „nur noch“ der Schritt zu alltagstauglichen Kult Location.

An Ideen und Ansätzen scheint es nicht zu fehlen, aber definitiv am Mut…

HIGHEND München – da gibt´s was auf die Ohren

Nach einem gelungenen Social Media Monitoring Summit soll man sich was Schönes gönnen, das zumindest war der Grundgedanke für einen Besuch der Münchner Highend Messe (zumindest steht Highend in den Metatags der Homepage, wenn man es in Facebook postet muss man halt eine Mobil Messe besuchen, aber das soll uns jetzt nur am Rande stören)

Der erste Eindruck der Messe: Sie ist erstens beliebt, denn die Parkplätze sind alle hoffnungslos überfüllt und zweitens was rauchend vor der Tür steht, schaut nicht nach Highend aus…

In den Hallen dann das gemeine Volk, Billigboxen, Schallplatten und vieles mehr. In den oberen Stockwerken dann das gehobene Angebot in eigens dafür eingerichteten Hörbatterien (der Vergleich zur Legebatterie drängt sich manchmal dramatisch auf). Der große Nachteil dieser Glaskäfige: In die meisten Berieselungsboxen traute man sich aufgrund der angestauten Schweißansammlung nicht mehr rein bzw. eine Woge von Achselschweiß und heller Begeisterung kam einem am Eingang schon entgegen.

Einige Aussteller ließen deshalb die Käfigtüren auf und versuchten sich gegenseitig zu beschallen. Das war dann ähnlich prickelnd, wie der „Starverkäufer“, der gegen den Klang seiner eigentlich guten Anlage ankämpfte und einen potentiellen Kunden anschrie…

Fazit: Die Boxenbranche macht Werbung, aber noch kein Marketing. Was die Tuningbranche für die Autoindustrie ist die Boxenbranche für die Musikindustrie. Ähnliche Klientel, nur 15 Jahre älter und auch hier die Frauen in der Minderheit. Und was dann ein Carlsson oder ein Mansory für die Tuningbranche, ist dann eine schwäbische Lautsprecher Manufaktur  für den Highend Bereich.

Die Lautsprechermanufaktur aus Schwaben hat erkannt, dass sich nur ca. 1 Promille der Messebesucher ein solches Klangerlebnis leisten können und hat deshalb einen Besucherraum zum „ordinären“ Reinhören und darüber hinaus zusätzlich für den potentiellen Kunden eine VIP Lounge mit einer individuellen Vorführung durch die Firmenleitung persönlich und DAS war das Highlight der Messe. Wenn dann Melody Gardot ins Mikrofon haucht, dann hat man das Gefühl, sie steht leibhaftig im Zimmer.

Die Frage ist dann nur: Wie wird man es danach jemals schaffen, Musik aus einer normalen Box zu hören….??