Monthly Archives: Dezember 2010

Guten Rutsch mit Bundes Traffic Minister Ramsauer

Rechtzeitig zum Jahreswechsel gibt es drei eCARDS, sorry bzw. tschuldigung: elektronische Postkarten natürlich, wir wollen den Bundes Traffic Minister ja nicht verärgern…

Zugegeben, es wird schwer, sich an Begriffe wie Kraftpunkt-Präsentation zu gewöhnen, zu lange schon hat man die gute alte Powerpoint Präse eingesetzt und verschickt. Auch den Beamer gegen eine Bildschleuder einzutauschen dürfte nicht leicht werden, aber wir tun unser bestes. Wenn Sie uns also nach einer Bildschleuder fragen hören, nicht erschrecken, wir wollen nur unseren Klapprechner von Apfel anschließen.

Neujahrsgrüße mit dem Bundes Traffic Minister

#ramsauer – kein megatrend

Der deutsche Traffic Minister Ramsauer liegt übrigens nicht im Trend 2011. In einen Trend hätte er gepasst, wenn er Weitblick gezeigt hätte statt Engstirnigkeit und Ausgrenzung. Wer statt Laptop Klapprechner sagt und statt Flipchart  “Tafelschreibblock“, rettet vielleicht die deutsche Sprache, hilft jedoch nicht, das Land von der Industriekultur in ein zukunftsorientiertes international orientiertes Dienstleistungszeitalter zu heben.

ERGO: Trotz Kuzzeittrend bei twitter, null Punkte für den selbsternannten Sprachrambo.

Für alle, die uns bis heute geschrieben und ihre Trends für 2011 mitgeteilt haben, hier noch eine Neujahrspostkarte zur Erforschung weiterer Trends im eigenen Freundeskreis.

Weitere Begrifflichkeiten, die sicherlich Eingang in unsere Studien finden werden: Verbalexorzismus, Advanced Lifestyle Design, Schwarmintelligenz, Quarterlife Crisis und Kosmopolitismus…

Mind Store Marketing wünscht einen guten Rutsch!

Beziehungsstatus: Es ist kompliziert

Im Jahr 2010 haben wir die Facebook Seite “Es ist kompliziert” ins Leben gerufen. Fazit am Ende des Jahres: In der Gesellschaft ist ALLES irgendwie kompliziert. Kommunikation ist kompliziert, Miteinander ist kompliziert, das Berufsleben ist kompliziert…

Dies führt zur denknotwendigen Folgerung: Wir leben in einem WIRRklichkeitsRAUM.

Um den WIRRklichkeitsRAUM für Entscheider aus der Wirtschaft zu entwirren, haben wir für das kommende Jahr folgende sieben Trends identifiziert:

Trend 1: Arbeiten im WIRRklichkeitsRAUM

Trend 2: Die Religiosität der Marke

Trend 3: Echtzeitkommunikation

Trend 4: Sozial-kognitive Dissonanz

Trend 5: Das Zeitalter der Charismatiker

Trend 6: Das Ende der Zielgruppe

Trend 7: Das Ende der Politischen Korrektheit

Bevor jedoch am 3. Januar 2011 mit der Vertiefung der einzelnen Themen begonnen wird, an dieser Stelle aus aktuellem Anlass ein wichtiger Warnhinweis in Form einer Postkarte:

In diesem Sinne:  Don´t Eat the Yellow Snow!



Merry Xmas

Das Team von Mind Store Marketing wünscht allen Freunden und Geschäftsfreunden ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.



Und auch im neuen Jahr, das versprechen wir hoch und heilig, sind wir wieder für Sie da, lösen für Sie komplizierte “Fälle” und führen Sie sicher durch den

WIRRklichkeitsRAUM.

Spontan-Glühwein – Media Lounge München

Die Media Lounge ist in diesem Jahr kräftig in allen Städten gewachsen und wir nehmen dies als Verpflichtung , im neuen Jahr viele interessante Veranstaltungen auf die Beine zu stellen. Hierzu sind wir bereits mit Sponsoren im Gespräch, damit wir das eine oder andere Schmankerl bieten können.


Unabhängig davon starten wir das neue Jahr mit unkomplizierten Treffen auf einen Drink in den meisten Städten – alle werden wir wohl in den ersten zwei Monaten nicht schaffen, denn wir machen das hier ja alle ehrenamtlich (in diesem Zusammenhang: Helfer und Unterstützer immer herzlich willkommen).


Stichwort „unkompliziert“: Wir treffen uns morgen ganz spontan am Glühweinstand im Parkcafé in München (Sophienstraße 7) auf einen Glühwein und ein gutes Gespräch. Treffpunkt: 22.12., 19.00 Uhr am Haupteingang

AGOF: 97 Prozent der Onliner bereiten ihren Einkauf im Netz vor

Die Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) veröffentlicht heute die Zahlen der neuen Welle ihrer Markt-Media-Studie internet facts. Die internet facts 2010-III weist Reichweiten- und Strukturdaten für 694 Online-Werbeträger und 3.692 Belegungseinheiten aus.


Mit einer Reichweite von 26,46 Millionen Unique Usern pro Monat (52,2 Prozent) liegt T-Online bei den Angeboten an erster Stelle, gefolgt von eBay.de (23,34 Mio. bzw. 46,1 Prozent) und WEB.DE (17,64 Mio. bzw. 34,8 Prozent). Gemäß der internet facts 2010-III hatte das Internet in Deutschland im Ausweisungszeitraum eine Reichweite von 73 Prozent, d.h. 51,78 Millionen Menschen waren im dritten Quartal 2010 im Netz (73,4 Prozent der deutschsprachigen Wohnbevölkerung in Deutschland ab 14 Jahren (70,51 Mio.)). Zum Weitesten Nutzerkreis zählen 71,9 Prozent der Bevölkerung, d.h. 50,67 Millionen Menschen.


Dabei sind 77,3 Prozent der Internetnutzer seit mehr als drei Jahren im Netz, das entspricht 39,16 Millionen Menschen. Somit können inzwischen rund drei Viertel der Onliner als versierte User mit langer Nutzungserfahrung angesehen werden. Gleichzeitig zeigt die Bandbreite der online genutzten Anwendungen, dass sich das Internet in den unterschiedlichsten Lebens- bereichen etabliert hat. An erster Stelle steht für 87,8 Prozent (44,50 Mio.) der Internetnutzer unverändert das Senden und Empfangen von privaten E- Mails, gefolgt von der Suche in Suchmaschinen oder Web-Katalogen (82,1 Prozent bzw. 41,59 Mio. der Onliner). Es folgt die Nutzung von Angeboten zum Wetter (65,9 Prozent, 33,39 Millionen) und von Nachrichten zum Weltgeschehen (65,4 Prozent, 33,12 Millionen). Über die Hälfte der Onliner nutzt außerdem E-Commerce, regionale oder lokale Nachrichten sowie Online-Banking. Weitere Nutzungsschwerpunkte sind Chats und Foren, das Abrufen von Sport- oder Testergebnissen und Kinoprogrammen sowie Messenger.


Diese breite und selbstverständliche Nutzung des Internets als Informations- und Transaktionsmedium spiegelt sich auch in der Online- Recherche und dem Online-Kauf wider. So haben sich mit einem Anteil von 96,9 Prozent, das entspricht 49,08 Millionen Menschen, fast alle Internetnutzer schon einmal online über Produkte informiert. Dieser Umstand unterstreicht die Bedeutung des Internets als Informationsplattform in der Orientierungs- und Entscheidungsphase vor einem Kauf – egal, ob dieser letztlich online oder offline stattfindet.


Die Internetnutzer zeigen in den verschiedenen Altersklassen unterschiedliche Schwerpunkte im Ranking der Produkte, zu denen Informationen im Internet gesucht werden – der Fokus der Online- Recherche bildet dabei den jeweiligen Alters- bzw. Lebensschwerpunkt ab. Die Mehrheit der 14- bis 29-Jährigen nutzt beispielsweise die Online- Informationssuche für Entertainment- und Lifestyle-Produkte wie Musik- CDs, Eintrittskarten sowie Filme auf DVDs bzw. Videos. Bei den 30- bis 39- Jährigen wird die Online-Recherche verstärkt zum „Nestbau“ genutzt, indem Möbel oder Gegenstände zur Wohnungseinrichtung sowie Spielwaren gesucht werden. Bei den über 50-Jährigen steht dann die Recherche rund um Touristikangebote wie Hotels, Urlaubs- oder Last-Minute-Reisen sowie Bahntickets im Vordergrund.


Das Internet dient jedoch nicht nur als Informationsmedium für Produkte, sondern auch als Bezugsquelle für den Kauf bzw. die Inanspruchnahme von kostenpflichtigen Dienstleistungen. Insgesamt haben 85,6 Prozent der Onliner, das sind 43,39 Millionen Menschen, in den vergangenen 12 Monaten Produkte online gekauft. Bücher stehen mit 41,5 Prozent für über ein Drittel der Internetnutzer unverändert auf Platz eins beim E-Commerce: 21,03 Millionen Personen beziehen ihre Lektüre über das Internet. Danach folgen Eintrittskarten für Kino, Theater, klassische Konzerte, Popkonzerte oder Sportveranstaltungen mit 33,9 Prozent, das sind 17,16 Millionen Nutzer. Weitere beliebte Produkte beim Online-Einkauf sind Musik-CDs, Damenbekleidung, Hotelbuchungen sowie Urlaubsreisen und Last-Minute- Reisen.


Der ausführliche Berichtsband zur internet facts 2010-III mit einer Kurzzusammenfassung und dem Studiensteckbrief findet sich unter www.agof.de/internetfacts.


Die neuste AGOF Studie unterstreicht unsere These, dass man die Suchpfade der Konsumenten besser kennen sollte: Vom Prosumenten zum KENNsumenten.

Frohe Weihnachten

Das Wichtigste, so haben wir gelesen, das man heutzutage schenken kann, ist Zeit. Aus diesem Grunde haben wir beschlossen, dass wir unseren Kunden Zeit schenken. In der Form, dass wir uns drei Tage in die Küche stellen und Weihnachtsplätzchen backen – und natürlich keine „normalen“ Kekse…

Mit unseren Förmchen konnten wir schon diverse Events beglücken, z.B. mit Krokodilnudeln und grüner Dschungelsauce oder Katzennudeln in Whiskassauce. Gut kamen auch unsere Flugzeugnudeln in blauer Wolkensauce an, aber wer will schon Wiederholungen. Was bleibt also anderes, als eine eigene Form zu basteln, wir holen uns hierzu Inspiration auf youtube.

Mit einer derart guten „Vorlage“ greifen auch wir in unseren Zauberhut und ziehen einen Osterhasen heraus, dem wir mit entsprechendem Werkzeug zu Leibe rücken.

Mit ein paar Handgriffen wird aus einem Hasen eine getunte Plätzchenform – tiefergelegt und natürlich leistungsverbessert.

In der Zwischenzeit haben wir in guter alter Open Innovation Manier in einem befreundeten Tuning Forum die User involviert. Das Ergebnis unseres Crowdsourcing: Den Tuningprofis sind Schokospoiler, Unterboden-Bestreuselung und Tiefbettsmarties extrem wichtig.

Gerüstet mit wichtigen Insider Tipps starten wir unser Keks Tuning mit einem klassischen Mürbeteig.

Das Tückische am Keks Tuning: Manchmal fährt einer “hinten rein”. In diesem Fall der Ofen, den man dann doch nicht so stark hätte befüllen dürfen. Information Overload – oder: ein wenig Ausschuss gibt es immer, der Bürohund freut sich…

Phase zwei: Das Fahrzeugdesign. Hierzu greifen wir tief in die Trickkiste: Frische Zitronen, Blue Curacao, Waldmeistersirup und nicht zu vergessen, Ahoi Brause in allen Geschmacksrichtungen. Als „Spachtelmasse“ dient uns Puderzucker.

Für unser Racing Green mischen wir die Spachtelmasse mit reichlich Ahoi Waldmeistergeschmack und verdünnen dann mit Waldmeistersirup; ein Schuss frische Limette rundet das Tuning ab.

Das Ferrari Rot besteht aus einem erschreckend großem Teil aus Himbeerbrause, ein Biss in den Ferrarikeks, macht sofort wach und lässt einen augenblicklich durchstarten…

Phase drei: Die Reifen. Wir legen Zimtstangen, Nelken und Orangenschalen in einem heißen Espresso ein und würzen mit Baharat, Cognac und Amaretto. Nachdem alles gebührend durchgezogen ist, mengen wir es unter eine Zartbitterschokolade, die wir im Wasserbad erhitzt haben. Die Reifenmasse ist fertig und die Reifen können nun mit ruhiger Hand aufgezogen werden.

Wenn der Lack ausgekühlt ist, kommen die Tuning Kekse in die Garagensicherheitsverwahrung und können die Reise zu unseren Geschäftsfreunden antreten.

Ein kleiner Wermutstropfen: Beim Keks Tuning mit Handbetrieb gibt es einen entscheidenden Engpassfaktor – die Zeit. Und auch wenn wir uns jede freie Minute abgezweigt haben, jeden Kunden konnten wir nicht beglücken. Und so starten wir nächstes Jahr bereits Ostern und tunen rechtzeitig für Weihnachten oder lassen uns etwas Neues einfallen, schließlich sind wir eine Ideen Manufaktur…

Wir wünschen allen Freunden und Bekannten ein beSINNliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Zeitnah in der Buchhandlung

Manchmal überkommt es einen und man bekommt Lust auf ein haptisches Bucherlebnis. In solch nostalgischen Momenten zieht es einen aus der Onlinewelt in die Innenstadt in eine große Buchhandlung mit netten älteren Verkäuferinnen, die tagein, tagaus nichts anderes tun, als zu lesen und die nur auf die richtige Frage warten, um dann ihr komplettes Fachwissen über den Besucher ergießen lassen zu können (witzigerweise verhalten sich auch die jüngeren Buchverkäuferinnen so und erklären sich qua Kleidung mit den älteren solidarisch, so dass ein Altersunterschied nicht erkennbar ist  – keine Sorge: das Thema „die alterslose, unisexe Buchhändlerin“ wird an dieser Stelle nicht vertieft…).

Schmökern nannte man das früher, wenn man einen halben Samstag in den unendlichen Regalgängen einer Buchhandlung verbrachte (früher wie heute war das Raumklima stets so, dass niemand umfällt, aber auch niemand auf die Idee kommt, zu lange zu bleiben  – die ältere Buchhändlerin hat es nunmal gerne warm).

Das langsame Schlendern entlang monothematisch gefüllter Regale verdeutlicht auf den ersten Blick: Die Anzahl der Kochbücher ist weitaus größer als die Abteilung Philosophie oder Soziologie (letzteres geht ohnehin meist in der Kategorie „Politik“ unter).

Die beiden Philosophieregale beschränken sich auf philosophische Hintertreppen, Anekdotensammlungen  und vorsichtige Annäherungsversuche an die Philosophie via Biographien.

In der Kategorie Wirtschaft dann der entscheidende Fund: Das Malbuch für alle, die sich im Büro langweilen

In diesem wichtigen Werk findet man beispielsweise eine Zielscheibe für Büro-Dart. Man spitze seinen Bleistift und los geht der Spaß…

Wichtig auch:  Ein Labyrinth, das für lang andauernde Meetings gedacht ist. Der Malbuchbesitzer muss durch das Labyrinth „zum Punkt kommen“, was ihm in der Zeichnung spielend gelingt, nicht jedoch im richtigen Leben und so wissen wir endlich, wo der Begriff „zeitnah“ seinen Ursprung hat….

Zeitnah abstimmen

Dass Begrifflichkeiten wie „zeitnah“ und „abstimmen“ nie förderlich für ein Unternehmen sind, konnte an anderer Stelle bereits gezeigt werden. Das Ausmaß der beiden Termini wird einem noch deutlicher, wenn man versucht, die Ausdrücke ins Englische zu übersetzen.

Hier gibt es für „abstimmen“ ein Flut von Möglichkeiten. Man könnte beispielsweise je nach Stimmungslage zwischen eher technischen Ausprägungen wählen wie „to align sth.“ oder „to attune to“ oder „ballot“ oder aber „to coordinate sth.“ Übersetzungen wie „to harmonize“ oder „to balance“ lassen immer noch die Hoffnung, dass diese Aktivitäten irgendwann zielführend sind und Begriffe wie „to agree“ lassen auf ein Happy End schließen. Dass „abstimmen“ mittlerweile ein Synonym für Entscheidungsunfreudigkeit ist, steht in keinem Dictonary.

Noch dramatischer ist der Begriff „zeitnah“, wenn ein deutscher Konzernmensch diesen Ausdruck wählt, dann will er eigentlich sagen „relativ bald“. Dies müsste man dann wohl mit „pretty soon“ übersetzen, was ziemlich relativ ist, denn aus der Praxis weiß man, dass „zeitnah“ auch schon mal 1-2 Jahre dauern kann.  Erschrecken würde der Konzernmensch wenn er einen Blick ins Wörterbuch werfen würde, denn dort findet er die englische Übersetzung: prompt.

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