Monthly Archives: Mai 2010

iPad – nun auch in Deutschland – schon längst bei uns…

Deutschland greift nach dem iPad, konnte man heute in der WirtschaftsWoche lesen. Als Open Innovation Marketing Agentur haben wir jedoch nicht nur das iPad, sondern auch die passenden Ideen und Dank eines innovativen Partners auch die richtigen Apps.

Open Innovation Teil zwei: Sind Sie bereit für die Zukunft? Wir schon…

Open Innovation – Der Startschuss

Endlich ist es soweit: In den Räumen von unserAller fällt am Dienstag der Startschuss für das erste Open Innovation Projekt. Gemeinsam mit den facebook Usern der Gruppen “unserAller“, “Der Gesellschaftsraum” und “es ist kompliziert” werden wir ein Chutney entwickeln.

Chuntney ist ein wichtiges Element des Restaurants Der Gesellschaftsraum in München. Die Kochcrew um Bernd Arold kreiert Chutney allerdings nicht wie die “klassische Variante“, die danach für Wochen und Monate in Gläsern “verschwindet”, sondern frisch und  individuell auf das Gericht abgestimmt.

Die Facebook User haben die Möglichkeit, ihr eigenes Chutney zu entwickeln, mit Freunden zu diskutieren, zu experimentieren und am Ende desProjektes selbstverständlich auch ihre Kreation im Gesellschaftsraum zu probieren.

Bernd Arold wird alle Teilnehmer beraten, Tipps und Tricks verraten und natürlich auch die eingehenden Vorschläge selbst ausprobieren.

Der Startschuss wird am 1. Juni um 18.00 Uhr fallen. Vier Wochen Chutney, vier Wochen Diskussion, vier Wochen ausprobieren, testen, kochen, vier Wochen Spass….

1&1: Not Open – No Innovation

Tag eins nach dem Link zum Open Inovation Beitrag in der 1&1 facebook Gruppe: Ein dümmlicher Kommentar eines Strohmannes und der Ausschluss seitens 1&1 aus der Gruppe. Damit wir ein deutliches Wort Abschieds hinterlassen können, muss ein zweites Mal mit großem Ekel “gefällt mir ” geklickt werden. Tag zwei:  Lob eines weiteren Gruppenmitglieds, der Strohmann gibt klein bei und Mind Store Marketing tritt mit großem Genuss aus der 1&1 Facebook Gruppe aus.

Fazit: Der Fisch stinkt immer am Kopf. Das 1&1 Top Management schiebt das Middle Management, allen voran Herrn D’Avis (hat den eigentlich schon mal jemand live gesehen – also in der Firma arbeitend?) und Strohmänner vor. Fehlende Unternehmensethik, Innovationen und  Visionen werden mit Preissenkungen und einer millionenschweren TV Kampagne ausgesessen…

Themawechsel: Unser Countdown läuft. Am 1. Juni fällt der Startschuss für das erste Open Innovation Projekt von Mind Store Marketing.

Stay tuned…

Open Innovation – aber nicht bei bei 1&1

Open Innovation bedeutet die Öffnung des Innovationsprozesses unter Einbeziehung der Kunden und/oder Verbraucher. Nach unserer Definition: Marktforschung in Kombination mit Mund-zu-Mund-Propaganda und Event-Charakter. Wir machen den Kunden zum Markenbotschafter.

1&1 versucht dies derzeit ansatzweise auch. Allerdings eher agitatorisch als dialogisch: Mind Store Marketing hatte bereits 3 Anrufe  (in Worten: drei). Bei 1&1 versucht man nicht wirklich das Produkt zu verbessern oder innovative Prozesse zu initiieren, sondern lediglich die Scharen von erbost abwandernden Kunden wieder einzufangen, die aufgrund übertriebener Abzocke gekündigt haben.

Das 1&1 Schema ist dabei immer wieder das selbe: „Können Sie uns sagen, was wir besser machen können“, säuselt eine (mittlerweile etwas besser geschulte) weibliche Stimme.

Die Antwort einer Marketing Agentur: Ja, wir könnten, aber dafür nehmen wir Geld…

Da wir von 1&1 noch kein Honorar bekommen haben, hier also auch keine Beratung, aber dennoch einige Hinweise, warum Mind Store Marketing alle eigenen und Kunden Domains, DSL Leitungen und sonstigen Pakete bei 1&1 gekündigt hat:

Lieber Herr D´Avis, die Antworten auf die plumpen „Marktforschungsfragen“ geben Sie in Ihren TV-Spots selbst!

Über neun Jahre hatten wir als Kunden das selbe Problem: Bitte sagen Sie uns Ihren Namen und Ihre Kundennummer … Mind Store Marketing, 1234567 … Ich wiederhole: Mind Store Marketing, 123456, ist das korrekt? … nein das ist nicht korrekt … bitte wiederholen Sie … Mind Store Marketing, 1234567 … ich wiederhole: Mind Store Marketing, 1234567 … korrekt wollen Sie einen DSL Anschluss, eine Domain oder haben Sie ein Frage zu Ihrer Rechnung … Domain … ich wiederhole: Domain. Ich werde Sie jetzt zu einem freien Kundendienstmitarbeiter verbinden….

Derzeit sind leider alle Kundendienstmitarbeiter in einem Gespräch. Wir verbinden Sie zum ersten freien Mitarbeiter. Bitte haben Sie noch etwas Geduld…. Derzeit sind leider alle Kundendienstmitarbeiter in einem Gespräch. Wir verbinden Sie zum ersten freien Mitarbeiter. Bitte haben Sie noch etwas Geduld…. Derzeit sind leider alle Kundendienstmitarbeiter in einem Gespräch. Wir verbinden Sie zum ersten freien Mitarbeiter. Bitte haben Sie noch etwas Geduld…. Derzeit sind leider alle Kundendienstmitarbeiter in einem Gespräch. Wir verbinden Sie zum ersten freien Mitarbeiter. Bitte haben Sie noch etwas Geduld….

Stunden später: Guten Tag, mein Name ist… was kann ich für sie tun? Sagen Sie mir bitte Ihren Namen und Ihre Kundennummer…. Spätestens an dieser Stelle kommt man sich echt verarscht vor und fragt sich, warum man seit einer halben Stunde mit einem Computer redet…

Es folgt: in 50 Prozent dann eine unbefriedigende Antwort und in 100 Prozent eine saftige Telefongebühr. Dies war die langjährige Strategie bei 1&1 und wehe, wenn man 1&1 aus beruflichen Gründen gewählt hatte und wehe wenn dann noch die Telefonanlage des Büros an dieser Nadel hing…

Die Grünen, so konnte man vor Kurzem in den Nachrichten vernehmen, wollen gegen Wartezeiten bei Hotlines vorgehen. Sie vermuten dahinter ein Businessmodel. Diese Vermutung zeigt deutlich: die Grünen sind näher an der Politik als an der Wirtschaft, denn diejenigen die näher an der Wirtschaft sind, wissen schon länger, dass es bei vielen wie auch bei 1&1 ein lukratives Geschäft ist…

Und urplötzlich taucht bei 1&1 Herr D’Avis auf und sagt: ich hab schon im Schützengraben gelegen, hab die Telefonwählscheibe erfunden und JETZT WIRD ALLES BESSER…. Headline: Marcell D’Avis kümmert sich als neuer Leiter Kundenzufriedenheit bei 1&1 ab sofort um alle Kundenanliegen. Das bedeutet übersetzt: hier ist so viel schief gelaufen, dass das Top Management jetzt einen gelernten Marketingfachwirt in die erste Reihe setzt, um selbst aus der Schusslinie zu kommen, denn: der Fisch stinkt immer am Kopf und die Direktiven kommen immer von oben.

In einer offiziellen Pressemitteilung heisst es: „Montabaur, 25. Dezember 2009. Im neuen Jahr steht für die 1&1 Internet AG das Thema Service und Qualität im Mittelpunkt“. Bedeutet übersetzt: Bisher haben wir auf Qualität verzichtet und lieber unsere Kunden über den Tisch gezogen. Service gab es definitiv bei uns nicht.

Ein konkretes Beispiel: Wenn man bei 1&1 eine Domain angelegt hat, dann brauchte man faste jedes Mal zur Kündigung, weil der Begriff perfekt verborgen war, die oben zitierte Hotline. Wenn man dann gekündigt hat,  wurde von 1&1 jedoch nur der Domainname an die Denic zurückgegeben, der Webspace wurde nonchalant für weitere 6 Monate weiterberechnet. Wenn man so wie wir über 60 Domains hat, die man als Landing Page für Guerilla Marketing Aktionen für Kunden braucht, dann kommen über die Zeit einige Euros zusammen. Und fast jedes Mal wurde der Webspace noch weiter berechnet…

Dummheit unsererseits, ja – aber der vorgegebene Dschungel-Pfad seitens 1&1 hatte System. Die Lösung: Provider wechseln. Es gibt auch faire Provider. Es gibt auch Provider mit übersichtlichen Kundentools und wenn man dort anruft, dann ist ein echter Mitarbeiter und kein gelangweilter Call Center Agent mit vorgeschaltetem Computer am Telefon.

Beispiel DSL: Als Mind Store Marketing vor neun Jahren gegründet wurde, waren DSL Tarife noch recht teuer. Wir rufen an und fragen, ob wir den Tarif wechseln können. Die pampige Antwort von 1&1: geht nicht, aber in 1 1/4 Jahren läuft ihr Vertrag aus und dann können Sie ja kündigen (wahlweise stellen wir um, aber knebeln sie weitere 2 Jahre). Wir kündigen SOFORT, damit wir den Termin in 1 1/4 Jahren auf keinen Fall vergessen und plötzlich, oh Wunder, bekommen wir alle 3 Wochen neue Angebote, die weit unter dem Preis waren, den wir erwartet hätten. Neukunden sind also wichtig, Alt-Kunden zählen nicht….

Und nun also Herr D’Avis. Er ist der personifizierte Beweis, dass man mit der Abzock-Politik gegen die Wand gefahren ist. Die Kunden wollen sich nicht länger von unmotivierten Callcenter Agenten vertrösten oder beschimpfen lassen und wenn man schon im Werbespot unterstreicht, dass JETZT alles kostenlos ist, dann kann man ahnen, in welchem Umfang der Kunde bisher ausgepresst wurde wie eine Zitrone…

Und wenn man unterstreicht, dass man JETZT Service bietet und Herrn D’Avis in die Wohnzimmer schickt, dann kann man ahnen, wie verbrannt die Erde in Montabaur ist.

Die Formulierung „jetzt warten Sie nicht mehr in teuren Warteschlagen“ bedeutet übersetzt: „Wir haben übertrieben und setzen die Abzocke kurzfristig aus“. In einem weiteren Spot sagt der mediale Prügelknabe von 1&1 „jetzt keine Vertragsbindung mehr“ was übersetzt bedeutet, dass man jahrelang den Kunden in Knebelverträge getrieben hat und dass man auch mit dem miesesten Trick die endgültige Abwanderung nicht mehr verhindern kann.

Wir jedenfalls haben beschlossen, dass Herr D’Avis deutlich zu spät kommt und haben jetzt alle Domains (es waren über 60) und auch den DSL Anschluss gekündigt. Zum 31.12.2009 erreichte uns nämlich noch die vorletzte Rechnung zu einer gekündigten Domain: der im Mailpaket enthaltene Virenscanner wird noch 6 Monate weiterberechnet…

Ende Juli 2010, wir zählen die Tage, sind wir dann endlich FREI und gerne zahlen wir auch pro Monat mehr, damit wir NIE WIEDER in die 1&1 Warteschlange geraten.

Nachtrag: Damit die Welt erfährt, was wir von 1&1 halten, sind wir der 1&1 facebook Gruppe beigetreten – zugegeben: den „gefällt mir“ Button zu drücken fiel echt schwer!

Die 1&1 facebook Gruppe zeigt: der Beliebtheitsgrad von 1&1 ist mit knapp 1.300 Fans nicht besonders hoch. Schaut man sich vergleichbare Marken mit TV Werbepräsenz an, so wird deutlich: die facebook Gruppe dient wie alle Maßnahmen lediglich der Schadensminimierung. Wir werden diesen Beitrag posten und sind gespannt, was passieren wird…

Stellen Sie sich hinten an und zahlen Sie das Doppelte!

Der Endverbraucher kennt diesen Slogan schon lange und wehrt sich gelegentlich, indem er von einem Übel zum Nächsten wechselt – das sind dann die Momente, in denen 1&1 eine neue Werbekampagne benötigt, weil man es einfach übertrieben hat.

Warum sich aber ein Marketingleiter ebenfalls hinten anstellt und bereitwillig das Doppelte für eine halbe Leistung bezahlt kann nur erahnt werden.

Sicherlich sind es die bekannten Konzern Schemata, die zu seiner Bewertung herangezogen werden und da ist allzu innovatives Handeln mitunter karriereabträglich. Es wird also gerne zu alt Bewährtem zurückgegriffen: ein halbes Kilo TV in Kombination mit 150g Außenwerbung und  250g Online und wenn noch etwas im Töpfchen ist, dann machen wir noch 50g Print.

Seit das neue Zauberwort „social media“ durch die Reihen geistert wird es oft fälschlich übersetzt mit: „wir sparen Marketing Budgets und machen facebook“ – will heißen, man nimm zwei Studentinnen á 400 Euro und lässt sie fröhlich Fan-Seiten eröffnen und wenn das Experiment aus welchen Gründen auch immer in die Hose geht, dann zieht man wie im Fall Kitkat den Kopf ein und sitzt es aus…

Warum aber, so fragt man sich, kombiniert niemand zwei Zauberwörter und macht aus 1+1=3 ? Zauberwort eins: „social media“ und Zauberwort zwei: „open innovation“ ergibt unterm Strich nicht 2, sondern 10, wenn man etwas von Menschen und Marketing versteht, denn so mancher Marketingleiter vergisst, dass es Menschen sind, die er zu erreichen versucht.

Qua Definition ist Open Innovation die Öffnung des Innovationsprozesses von Unternehmen. Dies bedeutet die aktive strategische Nutzung der Unternehmensumwelt zur Vergrößerung des eigenen Innovationspotentials. Gassmann und Enkel kategorisieren hierbei in drei Kern-Prozesse (auf die Mischform wird hier jedoch nicht eingegangen): Den Outside-In-Prozess und den  Inside-Out-Prozess.

Der Outside-In-Prozess kann zurückgeführt werden auf Lead-User-Methodik, i.e. die Einbeziehung besonders fortschrittlicher Verbraucher in die Entwicklung neuer Produkte (vgl. Hippel, E. v. (1986): Lead Users. A Source of novel product concepts, in: Management Science, Vol. 32, S. 791-805 und ausführlich: Hippel, E. v. (2005): Democratizing Innovation, Boston, Mass./London: MIT Press).

Im Gegensatz hierzu bedeutet der Inside-Out-Prozess die Externalisierung von internem Wissen, dieser Prozess soll an dieser Stelle jedoch nicht weiterverfolgt werden, vielmehr gilt es den Lead-User-Gedanken aufzugreifen und ihn in die Social Media Networking Welt zu transportieren.

1 + 1 = mindestens 10, dies soll die Devise der nächsten Wochen sein.

Mind Store Marketing bricht auf in ein neues Open Innovation Zeitalter. Und so viel steht fest: es ist nicht kompliziert

Wer neugierig ist, kann unser RSS Feed abonieren oder wartet, bis er über eine unserer facebook Gruppen eingeladen wird.

Lust auf ein Spiel?

Social Media Kommunikation

Im Krisenfall gibt es zwei Möglichkeiten der Kommunikation einer Marke mit dem Verbraucher: dialogisch, d.h. konstruktive gemeinsame Suche mit dem Verbraucher und “klassisch”, d.h. eine PR Agentur entwickelt Strategien, die unidirektionale Botschaften versendet. In Social Media Networks wird jedoch immer multidirektional kommuniziert und so steht der unidirektionale Ansatz schnell mit dem Rücken zur Wand.

Aber auf der Seite der “Anwälte” der Verbraucher gibt es unterschiedliche Strategien. Greenpeace setzt auf Guerilla Taktik: Bombe werfen und dann zurückziehen und während die attackierte Marke wie im Fall Kitkat mit Feuerlöschen beschäftigt ist, schnell an anderer Stelle neue Brandherde zünden. Hat man genügend Guerilleros geht die Taktik auf. Übertreibt man es, steht der Angreifer schnell selbst im Fokus der Kritik.

Sachlicher hingegen geht Foodwatch vor: abgespeist.de – durch Abstimmung wird die tatsächliche Verbrauchermeinung eingeholt und kanalisiert. So beteiligten sich beispielsweise 81.451 Verbraucher an der Wahl zur dreistesten Werbelüge des Jahres.  37,5% stimmten für den „Monte Drink“ von Zott und legten damit fest, dass die Großmolkerei den Goldenen Windbeutel 2010 erhält. Zott suggeriert dem Verbraucher, dass es sich bei Monte um ein gesundes und ausgewogenes Produkt handelt – schlimm, denn die Zielgruppe sind Schulkinder. Im “gesunden” Milchmix steckt allerdings vorrangig Zucker – jede Menge Zucker. Umgerechnet 8 Stück Würfelzucker enthält ein Fläschchen Monte, das ist mehr als die gleiche Menge Cola.

Foodwatch verdeutlicht, wie dreist der Hersteller vorgeht und Eltern eine Zuckerbombe mit Aroma und Zusatzstoffen  als Zwischenmahlzeit für Kinder vorgaukelt.  Ohne Umschweife und Polemik stellt Foodwatch dies als Täuschung und dreiste Werbelüge an den Pranger. Es geht also auch mit gutem Journalismus.

Und was machen die attackierten Marken? Sie ignorieren, sie kontern mit Standard Pressetexten, sie sitzen aus. Zott verhängt die Firmenschilder, Nestlé “kontert die Greenpeace Angriffe mit “schickt uns eure lustigsten Pausenbilder”. Es geht auch intelligenter.

Wir starten demnächst mit demokratischen und transparenten Produkten.

Stay tuned!

Drastische Maßnahmen

Während in manchen Gegenden die Wasserwerfer tobten, war es in der “es ist kompliziert” Gruppe recht ruhig. Neueste Mitgliederzahl, Stand 00.00 Uhr: 349

(davon 77 Prozent Frauen, die für 88 Prozent aller Aktivitäten verantwortlich waren)

Es ist also an der Zeit, den Männeranteil zu erhöhen. Angesichts der passiven Haltung der Männerwelt wird klar, es müssen harte Geschosse aufgefahren werden:

Möpse !!

(hier zwei besonders schöne Exemplare – unzensiert!)