Monthly Archives: Oktober 2009

Jack Wolfskin – ein erstes Fazit

Wochenenden sind immer gut, um hitzig geführte Diskussionen der Woche in Ruhe aufzuarbeiten und zu überdenken. Deshalb soll an diese Stelle das Jack Wolfskin Desaster nochmals betrachtet werden.

Der Fall zeigt in erster Linie, dass sich die klassische Pressearbeit geändert hat. Früher konnte man Markenbotschaften über das Transportvehikel Pressekonferenz mit ca. 20 Journalisten führender Tageszeitungen oder Magazine relativ gezielt und punktgenau verbreiten. Heute, so durften wir letzte Woche sehen, bekommen 10 Anwaltsbriefe Dank der Blogosphäre sehr schnell eine ungewollte Öffentlichkeit. News verbreiten sich im Web 2.0 nun mal wesentlich “unkontrollierter” und schneller.

Die aus früheren Zeiten bekannte professionelle PR Arbeit nimmt schnell eine emotionale Fahrt auf, die vom Markeninhaber kaum noch gesteuert werden kann.

Der Versuch einer Rückkehr zur Rationalität wird von einzelnen Usern sofort ins Gegenteil gekehrt:

Zitat von Manfred Hell: “An der großen Emotionalität, mit der die Debatte geführt wurde, sehen wir, wie hoch die Erwartungshaltung an uns ist. Dem wollen wir gerecht werden. Wir haben uns der Kritik gestellt, unser Vorgehen kritisch durchleuchtet und werden in Zukunft sensibler agieren.”

Übersetzung:

Wir hatten nicht damit gerechnet, daß es zu einem solchen Aufstand kommt, weil wir das schließlich seit Jahren so machen. Bisher sind wir damit noch immer durchgekommen. Ärgerlich nur, daß die Leute, die uns unser Image als ehrliche Naturburschen (und unser Zeug) bisher abgekauft haben, jetzt mitbekommen haben, daß wir den Raubtierkapitalismus neu definiert haben. Bevor das Desaster für uns jetzt noch größere Ausmaße annimmt, fressen wir etwas Kreide und hoffen, daß sich die Wogen bis zum Weihnachtsgeschäft noch glätten lassen. Wir werden versuchen, uns in Zukunft nicht wieder erwischen zu lassen. (Quelle: www.werbeblogger.de)

Twitter und Co. senden einzelne Negativ-Kommentare unreflektiert in digtale Welten, der Einzelne bekommt einen ungeahnten emotionalen Hebel, der mit klassischen kommunikativen Maßnahmen nicht mehr abzufedern ist.

Fazit: Nachdem der Jack Wolfskin Marken Suizid sich bis in die Foren der Kernverwender verbreitet hat und Sahara- und Bergsteigerforen sich massiv gegen den Kauf unethischer Produkte ausgesprochen haben, dürfte es recht schwer werden, diesen Markenschaden wieder zu beheben.

Spannend wäre es zudem, wenn ein guter Jurist die Position von Jack Wolfskin hinterfragen würde. Hier könnte sicherlich auch noch das eine oder andere Wolfsfell davon schwimmen…

Jack Wolfskin hat sich die Tatze verbrannt!

Mit dem Abmahnversuch an stickende Hausfrauen und Bastler hat sich Jack Wolfskin gründlich die Marke und das Geschäft ruiniert. Heute ging es nun durch den w&v Ticker: nach über 3.300 Twitter-Einträgen und fast 1.000 Kommentaren auf Spiegel Online zieht der Wolf den Schwanz ein.

Das Beispiel Wolfskin reiht sich ein in eine Reihe von missglückten Abmahn-PR-Super-Gaus (auch die Altkleidersammlung des Roten Kreuzes war davon schon betroffen).

Irgendwann sollte es dem Management einleuchten, dass wieder echte Marketing-Profis sich um Marketing und PR kümmern sollten statt Abmahnanwälte und selbsternannte Social Media Päpste.

Wir empfehlen: Kreatives Guerilla Marketing und die Advocard ruhig mal stecken lassen!

Markenaufbau von innen: Jack Wolfskin

Es ist immer wieder zu beobachten, dass Marketing Budgets durch die eigenen Mitarbeiter “angezündet” werden. So investieren beispielsweise Automarken Millionenbeträge in Werbung und der gelangweilte Verkäufer, der es vorzieht, mit seinem Kollegen zu klönen, statt sich um einen interessierten Kunden zu kümmern, spült teure Werbegelder in die Tonne.

In aller Regel ist es der Mitarbeiter, der durch fehlende Motivation oder schlechte Führung das Image der Marke ruiniert. Im Fall Jack Wolfskin wurde der Marken Suizid jedoch von ganz oben und mit System betrieben.

Innerhalb weniger Stunden konnte man den PR-Gau in allen Blogs und Online Magazinen nachlesen. Der CEO von Jack Wolfskin meldete sich zwar bei werbeblogger, die die Welle der Entrüstung mit ihrem Beitrag losgetreten hatten und kündigte eine eingehende Untersuchung an, aber angesichts des immensen Markenschadens, sollte die alte, durchaus bewährte Regel wieder eingeführt werden: erst denken DANN handeln…

Abmahnwahnsinn: Jack Wolfskin mahnt Bastler ab

Aus Sympathie mit den Abgemahnten setzen wir einen Solidaritätslink zu werbeblogger, die den Abmahnwahnsinn von Jack Wolfskin anprangern.

Wer sich als führende Outdoor Marke bezeichnet, sollte auch im Verhalten führend und vorbildlich sein!

Fazit: Schlechte Schulnote in Sachen Social Media. UND: Wir bringen jetzt ALLE unsere Outdoor Klamotten von Jack Wolfskin zur ALTKLEIDERSAMMLUNG und werden sie UMGEHEND durch Konkurrenzprodukte ersetzen!

Wir zeigen Jack Wolfskin hiermit die Stinke-TATZE!

Buell: Das Ende einer Legende

Harley-Davidson teilte heute mit, dass im Zuge der künftigen Strategie des Unternehmens die Produktion von Motorrädern der Marke Buell eingestellt wird. Daher spricht die Geschäftsführung von Buell den Kunden, Vertragshändlern und Mitarbeitern ihren Dank für die gemeinsame Zeit aus, die allen stets im Gedächtnis bleiben wird. Die neue langfristige Planung der Harley-Davidson, Inc. sieht vor, künftig sämtliche Kräfte und Ressourcen des Unternehmens auf die Marke Harley-Davidson zu konzentrieren.

„Ich möchte mich persönlich bei allen Mitarbeitern, Vertragshändlern und Zulieferern bedanken, die für Buell arbeiten oder die in der Vergangenheit für Buell tätig waren. Und ich möchte den Buell Fahrerinnen und Fahrern für ihre Unterstützung und ihre Leidenschaft für die Marke danken,“ sagte Jon Flickinger, President der Buell Motorcycle Company.

BuellFlickinger erläuterte weiter, dass noch eine begrenzte Stückzahl von Buell Motorrädern bei autorisierten Händlern erhältlich ist und dass die Produktion von Neufahrzeugen am 30. Oktober 2009 eingestellt wird. Er betonte, dass Harley-Davidson die Ersatzteilversorgung und den Service für Buell Motorräder aufrechterhalten wird und dass die Garantieansprüche für Buell Motorräder in vollem Umfang erhalten bleiben.

„Ich werde für immer stolz auf das sein, was wir erreicht haben. Es zeugt davon, was eine kleine Gruppe von inspirierten und leidenschaftlichen Menschen leisten kann. Wir haben Motorräder gebaut, die sich durch großartige Innovationen auszeichnen, Motorräder, deren Handling weltklasse ist“, erläuterte Chairman and Chief Technical Officer Erik Buell. „Was mich selbst betrifft: Ich werde jetzt schauen, wie ich künftig
Harley-Davidson in puncto Technik unterstützen kann.“

„Ich hatte das große Glück, in den vergangenen Jahren viele Buell Fahrer zu treffen und kennenzulernen. Sie waren fantastische und unglaublich interessante Freidenker“, sagte Buell. „Ich wünsche Euch allen, dass Ihr voller Stolz der Zukunft entgegenfahrt. Mögen die Straßen, die vor Euch liegen, so abenteuerlich und so lehrreich sein, wie sie es für mich in den vergangenen 26 Jahren waren.“

Seit 1998 ist die Buell Motorcycle Company ein Tochterunternehmen der Harley-Davidson, Inc.. Erik Buell gründete die Firma im Jahr 1983. Seither stellte das Unternehmen mehr als 135.000 Motorräder her. In den vergangenen 26 Jahren gewannen Buell Motorräder zahlreiche Designpreise sowie eine Vielzahl von Rennen und Meisterschaften rund um den Globus, zuletzt die amerikanische AMA Pro Daytona SportBike Meisterschaft 2009.

Sex Sells

Sex Sells – eigentlich nichts neues, aber wir wollten mal wieder die Probe aufs Exempel machen.

Teil eins: Ein “Fahrbericht” in unserem Automagazin für eine Tour nach Lindau. Titelbild: der Hafen von Lindau.

Lindau

Teil zwei:  Der selbe Artikel (mehr oder weniger) ABER: das Model von Teil eins diesmal als Titelbild….

Model

Ergebnis:

Die Besucherzahlen im Automagazin haben sich an diesem Tag fast verzehnfacht.

Conclusion:

Wir werden mehr shooten…

SEO: Keywords – aber bitte die RICHTIGEN

Fisting statt Phishing: Ein alter Trick im Rahmen von Guerilla Marketing Aktivitäten war es früher, Suchbegriff in der Hintergrundsfarbe der Website mehrmals aufzuschreiben. Das Ganze nennt sich Cloaking und wurde und wird von google hart bestraft.

Heute schreibt man die Begrifflichkeiten nicht mehr auf die Website, sondern strahlt sie über öffentlich-rechtliche Fernsehsender aus. Auf diese Weise hat es das ZDF mit dem Begriff “Fisting” auf die Startseite von youtube gebracht.

Fazit: Erstens, die nicht-privaten Sender sind doch noch sehr nah an Gutenbergs Buchdruck und weit von Web 2.0 und zweitens, die kleinen Ferkel haben offensichtlich genug von öffentlich-rechtlichem Blümchen-Sex. Harte Sachen für Harte Journalisten…

ZDF – Zerstreut Deftiges Fisting

Schmackhaftes Marketing mit Bernd Arold

Marketing muss nicht dröge sein. Ab der nächsten Woche starten wir eine geschmackvolle “Großoffensive”: Phantasievolle Inszenierungen für Marken und Produkte.

Außergewöhnliche Ideen für das Marketing:

WACHOLDERTEUFEL UND KIRSCHBACKE MIT BUTTERNUTPFLAUME

SCHWARZER STUBENKÜKEN TEE MIT VANILLEGARNELE

INGWERSCHWEINSBARBE MIT PHYSALIS BEETE

MANGO LAKRITZ SORBÉT MIT MELONE UND VODKA AHOI

BUTTERHÜHNCHENROLLE AUF FENCHEL NEKTARINEN
UND PULPORAVIOLI

KAFFEEAPRIKOSEN MIT TIRAMISUEIS UND EUKALYPTUS KABA

Weitere kulinarische Hightlights auf der aktuellen “Speisekarte”.

Infos zu unseren Marketing und PR Aktionen sowie TV Präsenz im aktuellen Logbuch.

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Kult(o)ur & Bike

Von München nach Lindau sind es knapp 200 km und knappe zwei Stunden Fahrzeit. Eine ideale Strecke, um eine Tagestour Richtung Bodensee zu unternehmen.

Die Stadt Lindau wurde, laut wikipedia, urkundlich erstmals 882 erwähnt. Im Jahre 950 wurde auf dem Festland ein Markt errichtet, der 1079 auf die Insel verlegt wurde. Aus diesem Markt ging später dann die heutige Stadt hervor. Als ältestes Bauwerk gilt auf der Lindauer Insel die so genannte Heidenmauer, eine kolossale Befestigungsmauer. Ob sie aus der Römerzeit ist oder eher auf mittelalterliche Ursprünge hindeutet, ist ungeklärt.

Lindau
In den Jahren 1274/1275 bestätigte König Rudolf I. die Rechte der Stadt. Lindau erscheint seitdem als Reichsstadt. Im Zuge der Reformation wurde Lindau 1528 evangelisch. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde 1646/47 auch Lindau von den Schweden belagert. Die Lindauer zerstörten jedoch bei Nacht und Nebel Teile der Belagerungsmaschinerie und wehrten die Schweden ab.

Im Jahre 1728 verwüstete ein verheerender Stadtbrand einen Teil der Altstadt; der Wiederaufbau erfolgte im zeitgemäßen Barockstil. Die Anbindung der Stadt Lindau an das Schifffahrtsnetz erfolgte 1824, an Eisenbahnlinie Richtung Augsburg als Endpunkt der Ludwigs-Süd-Nord-Bahn 1853 mit einem Eisenbahndamm auf die Insel und Anbindung Richtung Bregenz im Jahr 1872.

1856 entstand ein neuer Hafen mit den Wahrzeichen Löwe und Leuchtturm – der einzige Bayerns. Die Einfahrt zum Hafen, in dem die Bodensee Schiffe aus Bregenz, Rorschach und Friedrichshafen anlegen, wird begrenzt vom neuen Leuchtturm aus dem jahre 1856 auf der Westseite und vom Bayrischen Löwen auf der Ostseite. Er wurde vor 1856 von Johann von Halbig in sechs Teilblöcken aus einem Kelheimer Marmorblock geschlagen und wiegt ca. 70 Tonnen. Die frühere Hafenmole wurde 1812 unter Verwendung von Blöcken aus Rorschacher Sandstein vom Kloster Mehrerau errichtet. Sie wurde 1986 wegen Einsturzgefahr vollständig abgerissen und annähernd in ihrer alten Form aus Südtiroler Sandstein neu erbaut. Sie ermöglicht einen Zugang zur Löwenstatue.

An dieser Stelle stellt sich die Frage: Bike und Kultur, wie passt das zusammen??

Harley Davidson
Ganz einfach: Passt genauso gut wie die Frage nach Playboy und Kultur. Jeder kauft den Playboy natürlich nur wegen der guten Politikberichte und wegen der ausgezeichneten Literaturkritiken. Und so war es auch für unser Automagazin – der Grund für den Tripp nach Lindau ist dunkelhaaring, hat eine atemberaubende Figur und ein umwerfendes Lächeln…

Harley Davidson Model

Und man kann, wenn man einen verschlüsselten Link http://bit.ly/34xrLm in diverse Profile setzt, hervorragende Ergebnisse im Rahmen von Guerilla Marketing Aktionen erzielen.