Monthly Archives: Juli 2009

Sixt: Ulla Schmidt – Dienstwagen in die Garage

Die guten Kampagnen bringen eine Botschaft auf den Punkt und setzen geschickt einen Awarness-Hebel an. Die schlechten reiten so lange auf einem Thema herum, bis es niemand mehr hören kann. “Öd” findet das dann die w&v und wir fordern: Phantasie trotz Sommerloch…

Wunderweib

Der Heinrich Bauer Verlag startet ein neues Frauen Magazin. Die Frage ist nur:  Sind deutsche Frauen wirklich so langweilig?

wunderweib

Nachdem im letzten Jahr über 90 Print-Titel eingestellt wurden, hier ein weitere Versuch, an Frauen heran zu kommen. Die Werbetreibende Klientel scheint noch nicht begeistert zu sein…

Sozialer Mietwagenverleih

In FAZ oder Süddeutsche Zeitung kann man aktive Wahlkampfunterstützung für Sixt finden:

sixt

Das Beispiel zeigt einmal mehr, wie kontextbezogene Kampagnen die Awareness der Marke deutlich erhöhen können. Mind Store Marketing konnte in der Vergangenheit mit Kampagnen dieser Art in Kombination von Radiospots in der Drive-Time und den darauf folgenen Nachrichten Sendungen eine Verdoppelung der Awareness erzielen.  Jegliche Art von weiteren Vernetzungen erhöht abermals die Wirkung und senkt deutlich die Summe der Spendings.

Unser Credo: Nicht die Höhe des Budgets entscheidet, sondern die Kreativität.

Duden

Der Duden nimmt, so konnte man einer Pressemeldung entnehmen, die Begriffe “Blogosphäre” und “Datenklau” auf. Weitere Begriffe: “No-Go-Ärea” (extrem neudeutsch und laut wikipedia eine Tabuzone bzw. ein rechtsfreier Raum, ein Begriff, den Zensursula gar nicht gerne hört) oder Poolnudel (Schwimmhilfe).

twittern” wird auch in den Duden aufgenommen…

Geh nicht hin! Wie man virales Marketing NICHT machen sollte

Oder: von einem (bzw. mehreren) der auszog, der Welt zu zeigen, wie ein TV Spot mit viralen Marketingelementen gründlich in die Hose gehen kann. Klare Botschaft des Spots: Geh nicht hin!

Da Kommunikationsprofis von heute wissen, dass sich Kommunikation auf 140 Zeichen reduziert, kann ein Spot mit so vielen Prominenten und einer Überlänge von 1 Minute 10 Sekunden nur baden gehen.

Und dann wundert man sich tatsächlich über die Naivität der Zuschauer. Kleiner Tipp: Dann heult doch…!!

Man fragt sich allen Ernstes: warum fällt deutschen Werbern nichts besseres ein, als einen (ebenfalls irritierenden) amerikanischen Werbespot zu kopieren…..?

Guerilla Marketing bedeutet: nicht die Höhe des Budgets entscheidet, sondern die KREATIVITÄT!

Hamburger Erklärung

Nein, an dieser Stelle soll jetzt nicht nochmals über die Hamburger (Bankrott) Erklärung der Verleger diskutiert werden. Viel Berufenere haben dies an anderer Stelle bereits trefflich getan. Verlink mich nicht, ist deshalb auch der treffende Kommentar von Don Dahlmann und auch Google weist im eigenen Blog zurecht darauf hin, dass niemand gezwungen wird,  zu verlinken.

Was aber veranlasst einen Verleger wie Hubert Burda zu derartigen Verzweiflungstaten? Die Frage ist doch wohl eher nicht, wie vermeintlich geklauter (teurer) Content monetarisiert werden könnte (zahlt Burda so hohe Gehälter?), vielmehr bleibt die Frage nach intelligenter Zweit- und Drittverwertung oder nach intelligenten neuen Modellen wie Content Syndication.

Twitter – grundlegende Überlegungen (Teil 1)

Die Frage, die sich automatisch stellt: was passiert mit einer Gesellschaft, die ihre Kommunikation auf 140 Zeichen beschränkt? Wir alle haben (oder zumindest einige von uns) lange daran gearbeitet, mit Synonymen arbeiten zu können, Sätze auszuschmücken, unsere Rethorik zu verbessern und nun sowas: 140 Zeichen.

Dramatisch auch: es erwartet eigentlich niemand mehr ein Antwort.

Ich geh dann mal kacken

One Way Kommunikation

Aus der klassischen Werbung wissen wir, dass dereinst der Bärenmarke Bär von den Gipfeln der Alpen in die Großstadt zog, um seine göttliche Milch dem Großstädter zu bringen – Dauer des TV Spots: ca. 10 Minuten. Und jeder, aber auch wirklich jeder, erinnerte sich an die Werbebotschaft. Heute hat sich, zunächst aus Kostengründen, die Spot-Dauer auf 30 – 60 Sekunden reduziert. Die Anzahl der gesendeten Spots sowie eine veränderte Kommunikationskultur lassen die Eignung von TV Spots zur Steigerung des Absatzes nochmals kritisch hinterfragen.

Es ist jedoch nicht die fehlende Awarness (beim Bäremarkebären waren es unglaubliche 98 Prozent), die den Werbungtreibenden in den Wahnisnn trieben, sondern die veränderte Sender-Empfänger Situtation. Eine Anwort / Reaktion ist vom Empfänger nicht mehr zu erwarten.

Als dekontextuierte Kommunikation wurde dieser Zustand bereits vor vielen Jahren von Neil Postman bezeichnet (wir amüsieren uns zu Tode). Als treffendes Beispiel führt er die Einführung des Telegraphen an, der den Ponyexpress ablöst und als erste wirklich wichtige Nachricht von der Westküste zur Ostküste die kontinentüberspannende wichtige Botschaft absetzt: “die Tochter des Gouverneurs hat Schnupfen”.

Übersetzt in die Neuzeit: ich geh dann mal kacken…

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